Pflege

Pflege

Stationäre, teilstationäre und ambulante Pflege

Einführung

Stationäre Pflege: Einführung zum Thema und zu Arbeitsschwerpunkten

Die Diakonie in Rheinland-Pfalz verfügt über 73 teilstationäre und stationäre Einrichtungen der Altenhilfe mit 6452 Plätzen.

Grundlegend unserer Arbeit in Einrichtungen der Altenhilfe ist die:

"Charta der Rechte der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen"

  • Artikel 1: Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf Unterstützung, um ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben führen zu können. 
  • Artikel 2: Körperliche und Seelische Unversehrtheit, Freiheit und Sicherheit:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, vor Gefahren für Leib und Seele geschützt zu werden. 
  • Artikel 3: Privatheit
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wahrung und Schutz seiner Privat- und Intimsphäre. 
  • Artikel 4: Pflege, Betreuung und Behandlung:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf eine an seinem persönlichen Bedarf ausgerichtete, gesundheitsfördernde und qualifizierte Pflege, Betreuung und Behandlung. 
  • Artikel 5: Information, Beratung und Aufklärung:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf umfassende Informationen über Möglichkeiten und Angebote der Beratung, der Hilfe und Pflege sowie der Behandlung. 
  • Artikel 6: Kommunikation, Wertschätzung und Teilhabe an der Gesellschaft:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht auf Wertschätzung, Austausch mit anderen Menschen und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. 
  • Artikel 7: Religion, Kultur und Weltanschauung:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, seiner Kultur und Weltanschauung entsprechend zu leben und seine Religion auszuüben. 
  • Artikel 8: Palliative Begleitung, Sterben und Tod:
    Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.

Ambulante Pflege: Einführung zum Thema und zu Arbeitsschwerpunkten

Etwa 70 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause gepflegt. Diesem Wunsch pflegebedürftiger Menschen entsprechend, sind unter dem Dach der Diakonie in Rheinland-Pfalz 66 Sozialstationen mit über 2.000 Mitarbeitenden (1.314 Vollzeitstellen in der Pflege) im Einsatz. Die Sozialstationen der Diakonie in Rheinland-Pfalz versorgen hilfebedürftige Menschen aller Altersgruppen medizinisch und pflegerisch in der vertrauten häuslichen Umgebung. Mit qualifizierten Fachkräften leisten sie Grundpflege (Leistungen nach Sozialgesetzbuch XI) und Behandlungspflege (Leistungen nach Sozialgesetzbuch V), kümmern sich um die hauswirtschaftliche Versorgung und  beraten umfassend zu sämtlichen Fragen rund um das Thema Pflege.

An sieben Tagen in der Woche sind die Pflegefachkräfte der Sozialstationen rund-um-die-Uhr erreichbar. Neben der sachkundigen Pflege alter, kranker und behinderter Menschen finden in den Sozialstationen Pflegekurse oder individuelle Schulungen von pflegenden Angehörigen in der häuslichen Umgebung statt. Außerdem erfahren pflegende Angehörige Entlastung im Rahmen der Verhinderungspflege. Auch Beratungseinsätze nach § 37.3 SGB XI und Informationen zur Finanzierung der Pflege oder über pflegerische Hilfsmittel können abgerufen werden. Durch Einbeziehung geschulter ehrenamtlich engagierter Hilfskräfte können in vielen Einrichtungen niedrigschwellige Betreuungsleistungen bzw. Tagesbetreuung für demenziell Erkrankte angeboten werden.

Das Älterwerden unserer Gesellschaft, aber auch der soziale Wandel und veränderte Familienstrukturen, werden die Pflege künftig vor neue Herausforderungen stellen. Der Mangel an qualifizierten Pflegefachkräften in der Altenpflege ist in einzelnen Regionen deutlich spürbar. Nach einer wissenschaftlichen Erhebung im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie des Landes Rheinland-Pfalz wird sich diese Entwicklung weiter 2020 zuspitzen. Insbesondere für die ambulante Pflege kann bereits jetzt zuverlässig ein gravierender Personalmangel, in erster Linie begründet durch altersbedingten Ersatzbedarf, prognostiziert werden. 

Die Beratung der Träger von Sozialstationen in Rheinland-Pfalz erfolgt über den jeweiligen Spitzenverband. Für Qualitätsstandards in der Pflege, Fach- und Finanzierungsfragen, Fortbildungsveranstaltungen für die Leitungsebene sowie Begleitung bei neuen Projekten stehen Referenten und Referentinnen zur Verfügung. 

Kontakt

Kontakt zu den Themen Teilstationäre und Stationäre Pflege

Das landesweite Referat Betriebswirtschaft unterstützt als Querschnittsreferat die Arbeitsgemeinschaften für teilstationäre und stationäre Altenhilfe, der Behindertenhilfe und Psychiatrie sowie der Kinder- und Jugendhilfe in vergütungsrelevanten Fragestellungen.

Die Arbeitsgemeinschaft Teilstationäre und Stationäre Altenhilfe vereint in sich die evangelischen Träger der stationären und teilstationären Altenhilfe, die im Rahmen des SGB XI und des Heimgesetzes in Rheinland-Pfalz tätig sind.

Die Arbeitsgemeinschaft koordiniert und diskutiert diakonische Strategien im Bereich der stationären und teilstationären Altenhilfe, nimmt Stellung zu aktuellen fachpolitischen Themen und vertritt die diakonischen Interessen sowohl in Gremien der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz als auch in landes- und bundesweit tätigen Fachgremien.

Meike Sandstede
Landesweite Referentin
stationäre / teilstationäre Pflege

AG Diakonie in Rheinland-Pfalz

Große Bleiche 47
55116 Mainz
Telefon: 06131 32741-11

Arbeitsstruktur und Kontakt zum Thema ambulante Pflege

Die Träger ambulanter Pflegedienste und die diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz haben im März 2009 die „Arbeitsgemeinschaft Sozialstationen“ gegründet. Der Vorstand dieser Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus Trägervertretern und Referentinnen der einzelnen Werke zusammen. In der Arbeitsgemeinschaft werden die Interessen der Sozialstationen gebündelt, auf Landesebene in politische Gremien eingebracht und in der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz vertreten.

Arbeitsstruktur und Kontakt zum Thema Beko-Stellen und zum Thema Demenz

Dagmar Jung
Koordinierende Referentin
Demenz, Beratungs- und Koordinierungsstellen

Diakonie Hessen – Diakonisches Werk in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck e.V.

Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-6329

Esther Wingerter
Landesweite Referentin
Ambulante Pflege

AG Diakonie in Rheinland-Pfalz

Große Bleiche 47
55116 Mainz
Telefon: 06131 32741-15

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