Hospiz

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Einführung

Einführung zum Thema und zu Arbeitsschwerpunkten

Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten und ein würdevolles und schmerzfreies Sterben zu ermöglichen, das ist Ziel und Aufgabe der Hospizarbeit. Sie ist liebevolle Wegbegleitung für einen sterbenden Menschen. Die letzten Tage oder Wochen sollen für Betroffene durch Sicherheit und Anteilnahme geprägt sein. Hierbei werden sie möglichst in häuslicher Umgebung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden betreut. Traditionell ist das Hospiz eine Herberge, die einem Gast auf einer langen Reise als Raststätte dient. Auf den sterbenden Menschen übertragen gibt das hospizliche Engagement einen Ort der Ruhe und Pflege in der letzten Lebensphase. Hier darf alles gesagt und getan werden, was zu einem Abschied nötig ist; hier wird begleitet, gesprochen und gebetet – immer dann, wenn der Mensch es nötig hat.

Die Hospizbewegung erlebt in den letzten Jahren einen Wandel in ihren Strukturen. War die Bewegung in den Anfangsjahren fast ausschließlich ehrenamtlich getragen, ermöglichte die intensive Lobbyarbeit für das Thema mehr und mehr eine bessere finanzielle Ausstattung. Mit diesen Mitteln, können nun vermehrt Koordinationsstellen oder Palliativberatungen mit Hauptamtlichen besetzt werden. Hinzu kommt, dass vom Gesetzgeber verstärkt Qualitätsstandards und Controlling-Maßnahmen wie im übrigen Gesundheitswesen eingefordert werden. Diese stetige Professionalisierung und die veränderte Rolle der Ehrenamtlichen ist besonders eine Herausforderung für die christliche Hospizbewegung, die oft von Kirchengemeinden getragen wird.

Eine Herausforderung ist die Umsetzung der "speziellen, ambulanten Palliativ-Versorgung" in Rheinland-Pfalz. Zukünftig soll jedem Bürger die Möglichkeit gegeben werden ambulant so schmerzmedizinisch versorgt zu werden, dass ein Sterben zu hause möglich ist. Bisher gibt es ein solches Angebot nur in einzelnen Regionen in unserem Bundesland. Die Diakonie begleitet und fördert deshalb weitere SAPV-Initiativen (spezialisierte ambulante Palliativversorgung).

Von acht stationären Hospizen in Rheinland-Pfalz sind vier evangelisch, von neun Palliativstationen befinden sich fünf an evangelischen Krankenhäusern. Sieben von mehr als 40 ambulanten Hospizdiensten in Rheinland-Pfalz sind Mitglieder in einem der drei Diakonischen Werke.

Mittlerweile hat sich die alte Hospizidee in verschiedene Formen differenziert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen des sterbenden Menschen gerecht zu werden. Hospizbegleiter finden sich in allen Städten und Gemeinden, zum Teil kirchlich oder auch überkonfessionell organisiert. In den Ballungszentren sind auch stationäre Hospize entstanden, um den Menschen, die nicht in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können, ein anderes neues Zuhause zu geben.

Die Palliativpflege und -medizin entwickelt sich zu einer unverzichtbaren Säule der Hospizbewegung, da sich sterbende Menschen wünschen, von den Schmerzen befreit zu werden. Diese lindernde Medizin und Pflege möchte die Not vieler Krankheiten im Endstadium erträglich machen oder beheben. So können die sterbenden Menschen ihre letzten Dinge selbst gestalten. Palliativstationen sorgen für eine adäquate Schmerztherapie und stehen in enger Verflechtung mit Pflegediensten und niedergelassenen Ärzten, um dem Menschen in seiner letzten Lebensphase ein Dasein in Würde zu ermöglichen. Denn: Die Komplexität dieses Beistands erfordert ein gut abgestimmtes Netzwerk - stationäre Hospize, ambulante Hospizgruppen, Palliativstationen und spezialisierte, ambulante Palliativpflegedienste (SAPV).

Kontakt

Kontakt zum Thema Hospiz

Pfarrerin Dr. Carmen Berger-Zell
Koordinierende Referentin
Hospiz

Diakonie Hessen - Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
und Kurhessen-Waldeck e.V

Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 79476261

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