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LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e.V.

Stärkung des Klimaschutzes in der Freien Wohlfahrtspflege.

„Die Sozialwirtschaft in Rheinland-Pfalz spielt eine zentrale Rolle für das gesellschaftliche Leben in Rheinland-Pfalz und ist zugleich eine der größten Arbeitgeber im Land. Mit ihren vielfältigen Angeboten – von Kindertagesstätten über Pflegeeinrichtungen bis hin zu Beratungsstellen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen – leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl. Gleichzeitig steht die freie Wohlfahrtspflege beim Klimaschutz vor großen Herausforderungen. Um hier zu guten Lösungen zu kommen und die Sozialwirtschaft zu unterstützen, haben das Klimaschutzministerium, die LIGA der freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz sowie die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz ein gemeinsames Beratungsangebot gestartet“, erklärte Klimaschutzministerin Katrin Eder.

Im Rahmen einer Pilotphase im Jahr 2026 erhalten die rheinland-pfälzische Freie Wohlfahrtspflege oder deren Trägerorganisationen gezielte Unterstützung durch die Energie- und Klimaschutzagentur (EKA) Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, Einrichtungen bei zentralen Fragen der Energieeffizienz, der Nutzung erneuerbarer Energien und bei weiteren Klimaschutzmaßnahmen zu beraten und so den Transformationsprozess hin zu mehr Klimaschutz in der Sozialwirtschaft aktiv zu begleiten.

LIGA-Vorsitzender Albrecht Bähr erklärte: „Die Sozialwirtschaft ist Rückgrat unseres Gemeinwohls – und sie kann zugleich Motor des Klimaschutzes sein. Mit dem gemeinsamen Beratungsangebot geben wir Trägern und Einrichtungen in Rheinland-Pfalz konkrete Unterstützung an die Hand, um Energie zu sparen, erneuerbare Wärme auszubauen und die Transformation klimafreundlich und praxisnah zu gestalten.“

„Mit unseren Beratungsangeboten unterstützen wir die Einrichtungen praxisnah und entwickeln gemeinsam konkrete, umsetzbare Lösungen. So können Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und der soziale Auftrag der Einrichtungen gut miteinander in Einklang gebracht werden. Konkret werden wir anhand von fünf typischen Gebäuden Maßnahmen identifizieren, geeignete Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten recherchieren und die Wohlfahrtsverbände auch bei der Umsetzung ihrer Vorhaben begleiten“, erläuterte Tobias Büttner, Geschäftsführer der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz.

Viele Gebäude von sozialen Einrichtungen befinden sich im Besitz der Träger der Freien Wohlfahrtspflege oder ihrer Mitgliedsorganisationen. In diesem Gebäudebestand liegen erhebliche Potenziale zur Energieeinsparung. Durch Verbesserungen bei der Gebäudetechnik und der Gebäudehülle können Einrichtungen ihren Energieverbrauch deutlich senken und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei die energetische Sanierung bestehender Gebäude sowie die Umstellung der Wärmeerzeugung auf erneuerbare Energien. Auch die sogenannte Sektorenkopplung – also die intelligente Verknüpfung von Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor – kann dazu beitragen, Energie effizienter zu nutzen und den Energiebedarf der Einrichtungen nachhaltig zu reduzieren.

„Klimaschutz und Wärmewende müssen breit getragen und in allen relevanten Bereichen umgesetzt werden. Mit der Sozialwirtschaft als Partner kommen wir in Rheinland-Pfalz einen guten Schritt weiter“, betonte Klimaschutzministerin Katrin Eder.