16. Februar 2018
KirchenprĂ€sident kritisiert geplante FlĂŒchtlingspolitik kĂŒnftiger Groko scharf - Jung begrĂŒĂŸt BemĂŒhungen um StĂ€rkung der Demokratie

Frankfurt am Main / Darmstadt. Der hessen-nassauische KirchenprĂ€sident Volker Jung hat die Ergebnisse der SondierungsgesprĂ€che von CDU/CSU und SPD mit Blick auf die FlĂŒchtlingspolitik scharf kritisiert. „Ich betrachte mit großer Sorge, was sich die kĂŒnftige Große Koalition in Berlin vorgenommen hat“, sagte Jung am Freitagnachmittag (16. Februar) in Frankfurt am Main beim Vorbereitungstreffen der „Interkulturellen Woche 2018“. So solle der Familiennachzug fĂŒr subsidiĂ€r GeschĂŒtzte, zu denen auch Folteropfer und KriegsflĂŒchtlinge gehörten, stark kontingentiert werden. Faktisch hĂ€tten die zukĂŒnftigen KoalitionĂ€re mit dem neuen Gesetz den Rechtsanspruch auf Familiennachzug damit erheblich eingeschrĂ€nkt.


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"Soziale Herkunft darf nicht am Zahnstatus erkennbar sein" - Brille finanzieren, Zuzahlungen streichen: Nationale Armutskonferenz fordert gute Gesundheitsversorgung auch fĂŒr einkommensarme Menschen

AnlÀsslich der Koalitionsverhandlungen fordert die Nationale Armutskonferenz (NAK) CDU/CSU und SPD auf, den Interessen einkommensarmer Menschen bei der Gesundheitsversorgung PrioritÀt einzurÀumen.

"Gesundheit ist ein Menschenrecht. In den Koalitionsverhandlungen spielt das Thema 'gerechte Gesundheitsversorgung' seit langem endlich wieder eine Rolle. Die EinfĂŒhrung der paritĂ€tischen Finanzierung der Krankenkassen ist ein wichtiger Schritt hin zu einem solidarischen Gesundheitssystem." sagt Barbara Eschen, Sprecherin der NAK und Direktorin der Diakonie Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz. FĂŒr sozial benachteiligte Menschen, die von Hartz IV ihre Existenz sichern mĂŒssen, sei dies jedoch keine ausreichende Lösung.


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2. Februar 2018
Ethische und kinderrechtliche Standards wahren - LIGA fordert: Keine verpflichtende Röntgenuntersuchung zur Altersfeststellung junger GeflĂŒchteter

Mainz. Der rheinland-pfĂ€lzische Landtag hat sich in den letzten Wochen mehrfach mit AntrĂ€gen zur EinfĂŒhrung einer verpflichtenden Röntgenuntersuchung zur Altersfeststellung junger GeflĂŒchteter  beschĂ€ftigt.  Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz, der Arbeitskreis Asyl – FlĂŒchtlingsrat RLP und der Initiativausschuss fĂŒr Migrationspolitik sprechen sich klar gegen diese Form der Altersfeststellung aus:


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31. Januar 2018
Diakonie enttĂ€uscht ĂŒber Kompromiss von CDU/CSU und SPD

Zur Einigung von Union und SPD zum Thema Familiennachzug von FlĂŒchtlingen erklĂ€rt Diakonie-PrĂ€sident Ulrich Lilie: "Die Diakonie Deutschland ist von dem Kompromiss von Unionsparteien und SPD zum Familiennachzug enttĂ€uscht. Wir können keinen großen Fortschritt gegenĂŒber dem Sondierungspapier erkennen. Die HĂ€rtefallregelung war schon bisher unzureichend, sie wird auch kĂŒnftig nicht ausreichen. Ein reiches Land wie Deutschland muss in der Lage sein, an dieser Stelle menschliche Not zu lindern. Insbesondere, wenn unbegleitete MinderjĂ€hrige ohne ihre Familien aufwachsen mĂŒssen, ist das ein verheerendes integrationspolitisches Signal. Aus Sicht der beiden Kirchen ist rechtlich, politisch und ethisch geboten, den Familiennachzug zu subsidiĂ€r Schutzberechtigten in demselben Maß zu ermöglichen wie zu anerkannten FlĂŒchtlingen und damit die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiĂ€r Schutzberechtigten sofort zu beenden."


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1. Dezember 2017
Hauptversammlung der Diakonie RWL trifft sich in Dortmund - und blickt nach Rheinland-Pfalz
 
PortraitDie Hauptversammlung 2017 der Diakonie RWL fand in Dortmund statt. Blickt man auf die Karte des Verbandsgebiets, ist das der Osten des diakonischen Westens. Die Situation in Rheinland-Pfalz fand trotzdem viel Beachtung. Helga Siemens-Weibring berichtete ausfĂŒhrlich ĂŒber die Arbeit der AG Diakonie in RLP und ĂŒber wichtige sozialpolitische Entwicklungen im Land. 
 
15. November 2017
Eingliederungshilfe: Liga und bpa fĂŒr einheitliche ZustĂ€ndigkeit - Stellungnahme zur geplanten TrĂ€gerschaft der Eingliederungshilfe in Rheinland-Pfalz

Die TrĂ€gerschaft der Eingliederungshilfe soll in Rheinland-Pfalz am Lebensalter bzw. am Schulbesuch (sofern das 18. Lebensjahr bereits vollendet ist) festgemacht werden: Bei Kindern und Jugendlichen soll allein die Kommune der TrĂ€ger der Eingliederungshilfe sein. Die Entscheidung hierfĂŒr wird in der Antwort der Landesregierung auf die vorgenannte Große Anfrage mit „der VerknĂŒpfung zur Jugendhilfe und verbundenen Ă€hnlichen Angeboten im KindertagesstĂ€tten- und Schulbereich“  begrĂŒndet. Als BegrĂŒndung fĂŒr die Übernahme der TrĂ€gerschaft fĂŒr volljĂ€hrige Menschen mit Behinderung durch das Land wird dagegen angefĂŒhrt, dass das „Land ... Strukturgeber bei der Angebots- und Fallsteuerung (
)“ werden soll, „um eine einheitliche LeistungsgewĂ€hrung zu gewĂ€hrleisten.“ Aus Sicht der LIGA und des bpa fĂŒhrt diese Teilung gerade nicht zu dem erklĂ€rten Ziel, einheitliche LebensverhĂ€ltnisse in Rheinland-Pfalz zu schaffen.

Lesen Sie hier die ganze Stellungnahme

 

 


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15. November 2017
BekÀmpfung von Wohnungslosigkeit muss auf die politische Agenda - Angesichts der steigenden Zahl wohnungsloser Menschen rufen Caritas und Diakonie zum Handeln auf

Berlin, 14. November 2017 Die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) vorgestellten Berechnungen zur Zahl wohnungsloser bzw. von Obdachlosigkeit betroffenen Menschen belegen einen dringenden Handlungsbedarf. Angesichts der steigenden Zahl wohnungsloser Menschen muss die BekÀmpfung und Verhinderung von Wohnungslosigkeit ein Schwerpunkt der politischen Arbeit der nÀchsten Jahre werden.


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20. Oktober 2017
Wechsel im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit

Harald Luft, Gesamtleiter des CJD Rheinland-Pfalz/Mitte und Hauptausschussmitglied im Diakonischen Werk Pfalz, neu im Vorstand.

Stuttgart (BAG). Bei ihrer Mitgliederversammlung in Schwerin verabschiedete die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA) ein Vorstandsmitglied und wÀhlte einen neuen Vorstand.

Thomas Kerksiek, bisher in der Zentrale des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD) zustĂ€ndig fĂŒr die Hauptabteilung Produktmanagement, in der die sieben Fachabteilungen Kinder- und Jugendhilfe, ElementarpĂ€dagogik, schulische Bildung, berufliche Bildung, Seniorendienste, Migrations- und Integrationsarbeit und das Europareferat zusammengefasst sind, hat innerhalb des CJD Aufgaben in der Personalentwicklung und der Personalstrategie ĂŒbernommen. Er kandidierte daher nicht wieder fĂŒr den Vorstand. Die Mitglieder der BAG EJSA dankten ihm fĂŒr sein großes Engagement fĂŒr den Verband, fĂŒr die Jugendsozialarbeit und fĂŒr die gute und wertschĂ€tzende Zusammenarbeit.


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16. Oktober 2017
Armut von Frauen in Deutschland nicht lÀnger hinnehmen

Der 17. Oktober ist der Internationale Tag zur BekĂ€mpfung von Armut. Die Nationale Armutskonferenz und die Landesarmutskonferenzen lenken zu diesem Anlass die Aufmerksamkeit auf eines der grĂ¶ĂŸten Armutsrisiken in Deutschland: Eine Frau zu sein.

Berlin (nak).   Job weg, Geld weg, Wohnung weg, Freunde weg - so beschreibt die Hamburgerin Almut Hische ihren "Sinkflug ins soziale Abseits".  Als alleinerziehende Mutter sitzt sie in der Armutsfalle - wie viele Frauen in Deutschland. Denn eines der grĂ¶ĂŸten Armutsrisiken in Deutschland ist, eine Frau zu sein. Die verschiedenen Aspekte der Armut von Frauen hat die Nationale Armutskonferenz jetzt in der BroschĂŒre "Armutsrisiko Geschlecht. Armutslagen von Frauen in Deutschland" zusammengefasst und gemeinsam mit dem Aufruf "Armut von Frauen in Deutschland nicht lĂ€nger hinnehmen" veröffentlicht. Anlass ist der morgige Internationale Tag zur Beseitigung von Armut.


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25. September 2017
Informationen fĂŒr die Vergabe von Landesmitteln 2017

Die drei Diakonischen LandesverbĂ€nde in Rheinland Pfalz erhalten regelmĂ€ĂŸig fĂŒr das laufende Kalenderjahr Mittel vom Land Rheinland-Pfalz, um das freiwillige Engagement zu fördern. Information ĂŒber die Vergabe dieser Landesmittel, die Vergaberichtlinien der Liga, das Antragsformular sowie das Formular fĂŒr den Verwendungsnachweis finden Sie hier:


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18. September 2017
"Unsere Reformation heißt Inklusion"

Unter dem Motto "Hört mal her" trafen sich mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Reinland-Pfalz zum Aktionstag fĂŒr die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Worms

Worms (dwp). "Hier stehe ich und will nicht anders.": So eröffnete Albrecht BĂ€hr, Landespfarrer fĂŒr Diakonie im Bereich der Evangelischen Landeskirche der Pfalz und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, in Anlehnung an das berĂŒhmte Luther-Zitat den Aktionstag im Lutherjahr fĂŒr die Rechte von Menschen mit Behinderungen am Lutherdenkmal in Worms. Menschen mit Behinderungen aus ganz Rheinland-Pfalz waren nach Worms gekommen, um fĂŒr ihre Rechte einzutreten und 500 Jahre nach Luther ihre Thesen - ihre Forderungen nach gerechter Teilhabe -  öffentlichkeitswirksam unters Volk zu bringen. Von allen Seiten waren sie auf den Lutherplatz geströmt, aufgeregt und voller Vorfreude auf den Tag.

"Ich habe Martin Luther die Hand geschĂŒttelt", sagt eine Frau begeistert: Das historische KostĂŒm, in das der Landespfarrer fĂŒr diesen Anlass geschlĂŒpft ist, zieht alle Blicke auf sich. Alle paar Meter bleibt Martin Luther alias Albrecht BĂ€hr fĂŒr gemeinsame Fotos stehen. Doch nicht nur die Organisatoren haben viel MĂŒhe in die Vorbereitung gesteckt, auch die Beteiligten hatten sich in Workshops im Vorfeld mit dem Thema Reformation und Luther auseinandergesetzt.  Auf Plakaten ist nun zu sehen und zu lesen, welche Forderungen, welche Thesen die Menschen mit Behinderung an die Gesellschaft, an die Kirchengemeinden, die Kommunen, Arbeitgeber und Dienstleister haben. Leichte Sprache, keine BehördenwillkĂŒr, bessere Bezahlung, Barrierefreiheit - so lauten unter anderem die Stichworte.  "Unsere Reformation heißt Inklusion" fasst es eine These gut zusammen. Die Forderungen waren auch in einem Lied vertont worden, das nun von allen Teilnehmern einstudiert wird.


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Mehrheit der Deutschen findet Deutschland sozial ungerecht - Diakonie Deutschland veröffentlicht neue Umfrage und Sozial-O-Mat zur Bundestagswahl / Landespfarrer BÀhr: WÀhlen gehen!

61,7 Prozent der Deutschen sind der Meinung, in Deutschland ginge es nicht sozial gerecht zu. Dies ist das Ergebnis einer reprÀsentativen Umfrage der Diakonie Deutschland, die vom Berliner Meinungsforschungsinstitut Civey erstellt wurde.

„Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht ĂŒberraschend“, sagt der pfĂ€lzische Landespfarrer fĂŒr Diakonie und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, Albrecht BĂ€hr. „Viele Menschen in unserem Land sehen eine wachsende soziale Ungleichheit. Es braucht mehr politisches Engagement, damit Deutschland sozial gerechter wird!“ Dazu könne jeder mit seiner Entscheidung bei der nĂ€chsten Wahl beitragen: „Wer bei der Bundestagswahl wĂ€hlen geht, beeinflusst entscheidend die politische und soziale Entwicklung in unserem Land“, betont BĂ€hr und ruft zum Gang an die Wahlurne auf.


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21. Juli 2017
BrĂŒckenpreis 2017

Mit dem Preis

ENGAGEMENT LEBEN,
BRÜCKEN BAUEN, INTEGRATION STÄRKEN
IN ZIVILGESELLSCHAFT UND KOMMUNEN
IN RHEINLAND-PFALZ


sollen Projekte und Organisationen in Rheinland-Pfalz geehrt werden, die mit ihrem Engagement das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, die Begegnung und den Dialog von Jung und Alt, das Zusammenleben mit unseren europÀischen Nachbarn sowie die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Hautfarbe fördern.


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17. Juli 2017
Diakonie fordert Abschiebungsstopp nach Italien - Diakonie Hessen und Rheinland-Pfalz: Verschiebebahnhof fĂŒr FlĂŒchtlinge beenden / SolidaritĂ€t statt Abschottung

Eine sofortige Aussetzung der Abschiebungen von Asylsuchenden nach Italien fordern Horst RĂŒhl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, und Albrecht BĂ€hr, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Diakonie in Rheinland-Pfalz. RĂŒhl und BĂ€hr reagieren damit auf die AnkĂŒndigung des AuswĂ€rtigen Amtes, kĂŒnftig monatlich 750 Asylbewerber von Italien in Deutschland aufzunehmen.


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3. Juli 2017
Weniger Schutz fĂŒr Prostituierte durch das Prostituiertenschutzgesetz

Am 1. Juli ist das Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten. In weiten Teilen hilft es den Menschen in der Prostitution nicht. Ganz im Gegenteil: Durch die EinfĂŒhrung einer Anmeldepflicht drĂ€ngt es Prostituierte eher dazu, im "Verborgenen" zu arbeiten. Nach wie vor werden Prostituierte diskriminiert, sodass sie ihre TĂ€tigkeit oft verschweigen.


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