19. August 2011

„Die Diakonie unterstützt Spätaussiedler und jüdische Emigranten bei der Suche nach einer angemessenen Mietwohnung“, berichtet Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz. Im Auftrag der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nähme die Diakonie als Träger diese Aufgabe wahr.  Bevor die Spätausgesiedelten und jüdisch Emigrierten mit ihren Familien nach Rheinland-Pfalz kommen, nehmen sie an Integrationsmaßnahmen im Grenzdurchgangslager Friedland teil. Nach Abschluss der sechs Monate dauernden Integrationsmaßnahmen erhalten sie einen Wohnsitz in Rheinland-Pfalz.

Insbesondere bei der Wohnungssuche benötigen die Zuwanderer Unterstützung. Im Diakonischen Werk Pfalz und bei der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz helfen jetzt ständige Ansprechpartner weiter. In der Pfalz steht der Aussiedlerbeauftragte der Landeskirche Pfarrer Reinhard Schott sowohl mit den Betroffenen als auch den Behörden in Kontakt. Auf Ebene der Diakonie in Rheinland-Pfalz ist Yvonne Natale, die Leiterin des Büros der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, dafür verantwortlich.
 
„Die Wohnungssuche erfolgt durch Internetrecherchen, Tageszeitungen, über Wohngesellschaften oder mit Hilfe von Verwandten“, sagt Bähr. Wenn eine Wohnung gefunden sei, würde diese mit den Zuwanderern und dem Vermieter besichtigt. Nach Abschluss des Mietvertrags erfolge die Wohnsitznahme in Rheinland-Pfalz. Benötigten die Zuwanderer danach weitere Hilfen, könnten sie sich an die zuständigen Migrationsfachdienste wenden. Für die Herstellung dieses Kontakts sei ebenfalls der Träger zuständig.  
 
Im Jahr 2010 kamen 122 Zuwanderer – 106 Spätaussiedler und sechs jüdische Emigrantinnen und Emigranten - nach Rheinland-Pfalz. Bei diesen Zahlen ist nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch von Paaren und Familien die Rede. Davon benötigte die Hälfte Unterstützung durch die bisherige Beratungsstelle in Worms. Diese half im Zeitraum Juli bis Dezember 2010 20 Fällen bei der Wohnungssuche.  Das Wormser Kontaktbüro wird zum 31. Oktober 2011 geschlossen. Die Diakonie ist seit dem 15. August mit der Aufgabe der Wohnungssuche betraut. Bei der Vermittlung vor Ort sind die Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände in Rheinland-Pfalz als auch der der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband LV Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. miteingebunden.