12. Mai 2020

Pfälzische Landeskirche und Bistum Speyer: In Corona-Krise nicht die Umweltfragen vergessen

Speyer (lk). Im Kampf gegen das Corona-Virus und beim Schutz der Gesundheit des Einzelnen darf die globale Klimazerst√∂rung und die angegriffene Gesundheit des Planeten Erde nicht vergessen werden. Das haben Oberkirchenr√§tin Dorothee W√ľst und Domkapitular Franz Vogelgesang in einem Brief an pf√§lzische und saarpf√§lzische Abgeordnete in den Europa-, Bundes- und L√§nderparlamenten erkl√§rt. Die¬†Politik habe in der Corona-Krise gezeigt, dass sie handlungsf√§hig sei und ein beispielloses Ma√ünahmenpaket beschlossen, damit die gesundheitliche keine gravierende soziale Krise werde. Nun¬†gelte es im Blick auf die Klimakrise ebenso entschieden die Lebensgrundlagen der Menschen zu sch√ľtzen.

 

Um der schleichenden Zerst√∂rung dieser Grundlagen entgegenzutreten, die sich zum Beispiel in der Klimaerhitzung, der Zerst√∂rung von Lebensr√§umen oder im Aussterben von Arten zeige, bed√ľrfe es nicht eines maximalen individuellen Gewinns, eines scharfen Wettbewerbs und oberfl√§chlicher Freiheit, sondern der Solidarit√§t, die nicht an den Staats- und Kontinentalgrenzen enden k√∂nne, sagten die Kirchenvertreter. Die von den Regierungen und Parlamenten beschlossenen Wirtschaftshilfen und Konjunkturprogramme sollten daher √∂kologisch und sozial nachhaltig wirken und sich an den internationalen Umwelt- und Klimazielen orientieren.

Die klare Ansage der Politik in der Corona-Krise, dass das Verhalten jedes Einzelnen z√§hle, ist nach Auffassung von Oberkirchenr√§tin Dorothee W√ľst und Domkapitular Franz Vogelgesang bei den Menschen angekommen. ‚ÄěDiese Kommunikation ist auch in der Umweltkrise notwendig, um die Einzelnen in ihre Verantwortung zu nehmen‚Äú, sagten beide. Die derzeitige Situation sei ermutigend f√ľr politisch Verantwortliche, ‚Äěweil sich eine f√ľr lebenswichtige Fragen offene und reife Gesellschaft zeigt.‚Äú