2. April 2020

 

Die Diakonie Deutschland spricht sich f├╝r einen befristeten Corona-Zuschlag f├╝r Hartz IV-Bezieherinnen und -Bezieher aus und unterst├╝tzt eine entsprechende Petition kirchlicher und gewerkschaftlicher Gruppen: Petition 100 Euro.

Die Politik muss jetzt schnell handeln, damit existenzbedrohliche Armut in Deutschland nicht durch die Corona-Krise wieder zum Normalfall wird. 

Dazu erkl├Ąrt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik Diakonie Deutschland:

"Nicht nur in die Bilanzen von Unternehmen, sondern auch in die schmalen Geldbeutel von Hartz IV-Bezieherinnen und -Beziehern rei├čt die Corona-Krise tiefe L├Âcher. Denn eine au├čergew├Âhnliche Belastung durch eine weltweite Pandemie ist in den Berechnungen der Regels├Ątzen nicht vorgesehen. Deshalb brauchen Menschen in Grundsicherung jetzt einen Zuschlag von 100 Euro f├╝r Erwachsene und 80 Euro je Kind f├╝r diese au├čergew├Âhnliche Belastung. Die Mehrkosten entstehen, da die Kinder wegen der Schlie├čung von Kinderg├Ąrten und Schulen kein kostenloses Mittagessen mehr bekommen, Sonderangebote oftmals wegen Hamsterk├Ąufen nicht mehr bekommen und auch viele Tafeln geschlossen sind. Neben der Kontaktsperre bereitet die aktuelle Krise insbesondere Familien in Grundsicherung massive Versorgungsprobleme, die erhebliche Folgen f├╝r die Gesundheit haben k├Ânnen."

 

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