3. MĂ€rz 2020

Landeskirchen und Diakonie in Rheinland-Pfalz schließen sich dem Appell der Landesregierung an

Mainz (lk). Die obersten ReprĂ€sentanten der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz sowie die Abreitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz haben sich dem Appell „Miteinander Gut Leben - Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze“ angeschlossen. Das von der Landesregierung initiierte Projekt wendet sich „gegen jede Form von Extremismus und Gewalt, gegen Hass und Hetze, ob in Worten oder Taten, ob in der digitalen Welt oder auf der Straße“, erklĂ€rte der Chef der Staatskanzlei, Clemens Hoch, bei der Unterzeichnung des Appells.

Der PrĂ€sident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, zeigte sich besorgt ĂŒber den immer rauer werdenden Ton in der Gesellschaft. Dieser Ton sei oft voller Hass und Verachtung gegen andere Menschen, sagte Jung. FĂŒr den PrĂ€ses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Manfred Rekowski, gehören Hass und Hetze nicht zu den Werten des christlichen Abendlands. „Die Kernbotschaft des Christentums ist die Liebe zu den Menschen“, betonte Rekowski. KirchenprĂ€sident Christian Schad von der Evangelischen Kirche der Pfalz (EKP) sieht die Kirchen in der Pflicht, klar Stellung zu beziehen fĂŒr eine gerechte, mitmenschliche und demokratische Gesellschaft und gegen Hetze und Hassparolen.

Mit dem Appell verbunden hat die rheinland-pfĂ€lzische Landesregierung zahlreiche Initiativen. So plane sie die Einrichtung einer zentralen Meldestelle, bei der antisemitische, rassistische und andere menschenfeindlich motivierte VorfĂ€lle und Übergriffe gesammelt werden. Eine solche Sammlung diene dazu, schmerzhafte Erfahrungen der Betroffenen sichtbar zu machen und unterschiedliche Erscheinungs- und Wirkungsformen zu erfassen, sagte StaatssekretĂ€r Hoch.

Mehr als 70 Institutionen, Vereine und VerbĂ€nde haben sich dem Appell der Landesregierung angeschlossen und zeigen damit klare Haltung fĂŒr ein gewaltfreies und respektvolles Miteinander. Rund 17500 Personen unterzeichneten bereits den Online-Appell und bekennen sich damit öffentlich dazu, fĂŒr ein weltoffenes und lebenswertes Rheinland-Pfalz einzustehen und sich vor diejenigen zu stellen, die beleidigt und bedroht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier auf den Seiten der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz