19. Dezember 2014

Gemeinsames Positionspapier verweist auf biblischen Auftrag

Die evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz und ihre Diakonie machen sich dafĂŒr stark, Rheinland-Pfalz als Zufluchtsland zu sehen: Im Wissen darum, „dass die Hilfe fĂŒr Notleidende und Schutzsuchende biblischer Auftrag und damit auch ein HerzstĂŒck christlicher Glaubenspraxis ist, die uns besonders fordert,“ plĂ€dieren sie fĂŒr eine Grundhaltung, die bekennt: „Ja, wir sind ein Zufluchtsland.“

In einem gemeinsamen Positionspapier, das heute veröffentlicht wurde, erklĂ€ren die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche), die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Diakonie: „Ja, es ist richtig und gut, dass wir Zuflucht bieten fĂŒr Menschen, die aus Not und Gefahr zu uns kommen. Das entspricht der Geschichte und dem freiheitlichen GrundverstĂ€ndnis von Rheinland-Pfalz. Wir nehmen die Herausforderung an, uns fĂŒr die Aufnahme einer grĂ¶ĂŸeren Zahl von Schutzsuchenden bereit zu machen.“

Um eine grĂ¶ĂŸere Zahl von FlĂŒchtlingen aufzunehmen, brauche es das entschlossene Zusammenwirken aller Akteure in Staat, Kirchen und VerbĂ€nden, Wirtschaft, Initiativen und Vereinen. Rheinland-Pfalz und seine zivilgesellschaftlichen KrĂ€fte verfĂŒgten ĂŒber genĂŒgend Ressourcen und Ideen, um auch einer grĂ¶ĂŸeren Zahl von Neuankömmlingen einen guten Start und eine gelingende Integration zu ermöglichen. „Gleichwohl“, so heißt es in dem Positionspapier, „nehmen wir wahr, dass sich manche Menschen vor Fremdem und Fremden fĂŒrchten. Und wir kennen die Sorgen derer, die sich fĂŒr eine gute Aufnahme von Menschen und ein gelingendes Miteinander mit großem Engagement einsetzen. Deswegen bieten wir als Kirchen auf allen Ebenen vielfĂ€ltigen Raum, dass Menschen mit unterschiedlichen Sorgen und BefĂŒrchtungen ins GesprĂ€ch kommen und gemeinsam nach guten Wegen fĂŒr das Zusammenleben aller in unserem Land suchen können.“

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verantwortlich: Pressesprecher Jens Peter Iven

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