06. November 2014

Am 06.11.2014 fand in der kreuznacher diakonie ein Fachtag f√ľr die Verantwortlichen von Diakonie-/Sozialstationen in Rheinland-Pfalz statt. Thema war die Einf√ľhrung des Pflegest√§rkungsgesetzes 1, das am 01.01.2015 in Kraft treten wird. Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialstationen der Diakonie in Rheinland-Pfalz, Sabine Pfirrmann, begr√ľ√üte weit √ľber hundert Teilnehmende. Erika Stempfle, Referentin des Diakonie Bundesverbandes, erl√§uterte die Ver√§nderungen, welche ab dem n√§chsten Jahr auf die Pflegedienste zukommen. Diese erneute Reform der Pflegeversicherung bringt eine deutliche Verbesserung f√ľr die Betroffenen durch den Ausbau, als auch die¬† Flexibilisierung von Leistungen im Bereich der h√§uslichen Pflege sowie der Kurzzeit- und Verhinderungspflege.

 

Die Erweiterung bestehender Betreuungsleistungen in der ambulanten Pflege und die Einf√ľhrung von Entlastungsleistungen verbessern das Gesamtpaket individueller Pflegearrangements f√ľr Pflegebed√ľrftige und deren Angeh√∂rige. Die Referentin f√ľr ambulante Pflege der Diakonie Hessen, Angelika Trippel, ging ausf√ľhrlich auf die Unterschiede von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungleistungen ein. Die anschlie√üende Diskussion drehte sich vorrangig darum M√∂glichkeiten aufzuzeigen, wie unter den gegebenen Umst√§nden die Versorgung aus einer Hand durch die Diakoniestationen umgesetzt werden kann. Dabei wurde auch deutlich, dass durch die Umwandlung von bis zu 40 % des zustehenden Sachleistungsbetrags in niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen zwar die Selbstbestimmung der Leistungsempf√§nger erh√∂ht wird, aber auch die Gefahr besteht, dass bei nicht tarifgebundenen Leistungserbringern zunehmend prek√§re Arbeitsverh√§ltnisse entstehen.

 

Die Sozialstationen im Bereich der Diakonie in Rheinland-Pfalz sind auf die neue Gesetzeslage gut vorbereitet und beraten kompetent in allen Pflegefragen.