9. Juli 2014

Die Diakonie Rheinland-Pfalz äußert Bedenken zum Landesprojekt „Versorgungsassistenten und Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis – VERAHs“. Um den Hausarzt zu entlasten und dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt Rheinland-Pfalz im Rahmen seines Zukunftsprogrammes „Gesundheit und Pflege -2020“ auf speziell ausgebildete Arzthelfer und Arzthelferinnen.

„Damit werden Doppelstrukturen geschaffen anstatt die vorhandenen Strukturen effektiv zu nutzen“, sagte Albrecht Bähr, der Sprecher der Diakonie Rheinland-Pfalz, beim Ersatzkassenforum des Verbandes der Ersatzkassen in Rheinland-Pfalz. Bähr schlug vor, dass die ambulanten Pflegedienste gemeinsam mit den Hausärzten vor Ort Modelle zur Sicherung einer qualifizierten Pflege entwickeln sollten.  .

„Die ambulanten Dienste in Rheinland-Pfalz sind flächendeckend vertreten, haben langjährige Erfahrung mit kranken und pflegebedürftigen Menschen in der Häuslichkeit und verfügen über funktionierende Netzwerke, um eine gute Versorgung der Patienten zu gewährleisten“, unterstrich Bähr.

Die ambulanten Pflegedienste sind rund um die Uhr erreichbar und sichern die Versorgung der Betroffenen auch nach den Sprechstunden der Arztpraxen, an Wochenenden und Feiertagen. „Bei entsprechender personeller Ausstattung und Vergütung haben unsere ambulanten Pflegedienste die Kompetenz, die Leistungen der zukünftigen VERAHs in der Fläche anzubieten“, betonte Bähr.

Nach Auskunft des Landes Rheinland-Pfalz können im Jahr 2014 durch die Landesförderung 180 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rheinland-pfälzischer Hausarztpraxen zu VERAHs ausgebildet werden.