24. Juni 2014

„Langzeitarbeitslose mĂŒssen vor Diskriminierung und Ausbeutung geschĂŒtzt werden“, sagt Diakoniepfarrer Albrecht BĂ€hr anlĂ€sslich der öffentlichen Anhörung im Ausschuss Arbeit und Soziales zum TarifautonomiestĂ€rkungsgesetz am 30. Juni. Gemeinsam mit der Diakonie Deutschland warnt er davor, die Arbeit von Langzeitarbeitslosen weniger wert zu schĂ€tzen und sie  zu einer Billiglohnreserve zu machen: „Eine Ausnahme vom Mindestlohn in den ersten sechs Monaten, kann dazu fĂŒhren, Langzeitarbeitslose zu Billiglöhnen einzustellen und sie nach sechs Monaten wieder zu feuern.“

GrundsĂ€tzlich begrĂŒĂŸt die Diakonie Pfalz die EinfĂŒhrung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro. „Der Mindestlohn ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig und wird die Lebenssituation von ĂŒber fĂŒnf Millionen Menschen verbessern“, betont BĂ€hr. Es sei allerdings ein verheerendes Signal fĂŒr die Menschen und fĂŒr unsere Gesellschaft, wenn Langzeitarbeitslose aufgrund ihres Status, fĂŒr die gleiche Arbeitsleistung schlechter bezahlt wĂŒrden.

Nach Ansicht der Diakonie ist die Förderung, UnterstĂŒtzung und Qualifizierung durch ausreichende und wirksame Angebote der aktiven Arbeitsmarktpolitik der richtige Weg Langzeitarbeitslosigkeit zu begegnen und nicht ein Ausschluss vom Mindestlohn.

Die Stellungnahme der Diakonie und ihres Fachverbandes EFAS zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur StÀrkung der Tarifautonomie finden Sie unter

http://www.diakonie.de/referentenentwurf-eines-tarifautonomiestaerkungsgesetzes-14209.html