21. Mai 2014

Trier – Das Integrationshotel Vinum in Trier wurde mit dem Klaus-von-Bismarck-Preis 2014 der „Stiftung Sozialer Protestantismus“ ausgezeichnet. Mit dem Klaus-von Bismarck-Preis würdigt die „Stiftung Sozialer Protestantismus“ Projekte, die das Anliegen des sozialen Protestantismus beispielhaft umsetzen. 2014 war der Preis im Themenbereich „Inklusion und Arbeitswelt“ ausgeschrieben. Das Hotel Vinum teilt sich den mit 10.000 Euro dotierten Preis mit der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Hephata.

"Beide Einrichtungen haben mit ihren Integrationsunternehmen ein Praxismodell realisiert, Menschen mit Behinderungen in den lokalen beziehungsweise regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren“, sagte der rheinische Oberkirchenrat Klaus Eberl, der auch im Vorstand der Stiftung ist, in seiner Laudatio bei der Preisverleihung am 12. Mai in Hannover.
 
Das Hotel Vinum des Diakonischen Werkes in Trier bietet Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse im Dienstleistungssektor. Das Hotel hat dabei den Anspruch, dem Gast einen umfassenden Service zu bieten und als professioneller Betrieb am Markt zu bestehen.
 
Carsten Stumpenhorst, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirchenkreises Trier und Simmern-Trarbach gGmbH, betonte anlässlich der Preisverleihung am Montag: „Die Auszeichnung ist für uns eine tolle Anerkennung unserer Arbeit. Wir bedanken uns als Hotel Vinum mit seinem Team ganz herzlich dafür. Gesellschaftliche Teilhabe wird unter anderem dadurch erreicht, den Menschen die Möglichkeit zu geben, ihren Lebensunterhalt durch Arbeit selber bestreiten zu können. Hier setzt unser Projekt an. Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stellt Inklusion eine große Herausforderung dar, die nicht von heute auf morgen und wahrscheinlich auch nicht allumfassend gelingen wird. Aber ich bin überzeugt, dass die jeweiligen Anstrengungen sich lohnen werden. Die Evangelische Kirche und ihre Diakonie sollten dabei weiterhin vorangehen, um Barrieren zu überwinden.“
 
Diese beiden „diakonischen Leuchtfeuer“ auf dem Arbeitsmarkt seien auch ein gutes Stück Predigt des Evangeliums, erklärte Klaus Eberl: „Jeder Mensch wird gebraucht, ob mit oder ohne Handicap. Arbeit gehört zur Würde des Menschen, denn wir sind auf ein tätiges Leben, auf Beziehungen zu anderen angelegt und angewiesen.“
 
ekir.de/ekkt.de
 
Weitere Informationen: Diakonisches Werk der Ev. Kirchenkreise Trier und Simmern-Trarbach gGmbH, TheobaldstraĂźe 10, 54292 Trier, Tel.: 0651 20900-50, Fax: 0651 20900-39, E-Mail: sekretariat@diakoniehilft.de, Homepage: www.diakoniehilft.de