12. Mai 2014

Die Diakonie Rheinland-Pfalz hat am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, bessere Rahmenbedingungen für die Altenpflege gefordert. Mitarbeitende der Diakonie haben für eine würdevolle Pflege, gerechte Finanzierung, Entlastung der pflegenden Angehörigen und attraktive Ausbildung demonstriert.

In zahlreichen Aktionen haben Pflegekräfte auf die Situation in der Altenpflege hingewiesen: In Frankfurt, Düsseldorf, Bielefeld, Iserlohn, Münster, Köln, Ludwigshafen, Speyer, Grünstadt, Herxheim, Haßloch, Zweibrücken und Neustadt wurden Postkarten mit Forderungen und Wünschen von Pflegekräften, pflegebedürftigen Menschen und Angehörigen gesammelt. „Rettungspakete“ wurden gepackt und an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe versandt.

„Die Situation in der Altenpflege ist nach wie vor kritisch: Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen steigt. Fachkräfte für die Pflege werden dringend gesucht. Pflegende Angehörige fühlen sich nicht ausreichend unterstützt. Die Arbeit der Pflegekräfte wird zu wenig wertgeschätzt. Die Pflege ist chronisch unterfinanziert“, sagte der Sprecher der Diakonie, Pfarrer Albrecht Bähr. Die Menschen, die in der Pflege arbeiteten, die pflegenden Angehörigen und die Pflegebedürftigen warteten schon lange auf eine Entlastung. „Mit dem Aktionstag Altenpflege wollen wir eine öffentliche und politische Diskussion über die Pflege anstoßen. Die Frage ist, was der Gesellschaft gute Pflege wert ist?“, betonte Bähr.

Die Diakonie in Rheinland-Pfalz verfügt über 67 teilstationäre und stationäre Einrichtungen der Altenhilfe mit 6.703 Plätzen. In 66 Sozialstationen sind über 2.000 Mitarbeitenden in der ambulanten Pflege rund um die Uhr im Einsatz.