15. November 2013

Albrecht Bähr sagt: „Unsere Gesellschaft ist noch nicht soweit, dass sie bedingungslos Inklusion lebt. Hier ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Die Inklusionsbemühungen des Evangelischen Diakoniewerks ZOAR sind beispielgebend. Gemeinsam mit dem Ministerien und den Kommunen haben sich die großen diakonischen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz das Ziel gesetzt, die Dezentralisierung und Ambulantisierung der Behindertenhilfe und der Psychatrie nach vorne zu treiben. Das ist richtig und gut. Allerdings benötigen wir hierzu die finanziellen Voraussetzungen durch das Land. Wenn eine Landesregierung glaubt, dass Dezentralisierung mit weniger Mitteln nötig ist, wenn sie im Rahmen der Sparhaushalte dort ansetzt, wo eigentlich Geld in die Hand genommen werden müsste, Fachleistungsstunden mit 33 Euro abspeist, in der Hoffnung, die verschuldeten Kommunen würden noch was drauflegen, dann produziert sie selbst das Gegenteil dessen, was sie möchte: nicht Inklusion, sondern Exklusion. Wer will, dass Teilhabe am Leben möglich ist, kann nicht das Geld für den Aufbau ambulanter Strukturen streichen. So kann Inklusion nur scheitern.“