20. April 2012

Diakoniepfarrer Albrecht Bähr würdigt das Engagement der Grünen Damen

„Ihr Lachen, ihr freundliches Eingehen auf die Bedarfe, ihre Fähigkeit zur Distanz - und wenn gewünscht auch zur Nähe – beeindrucken mich“, sagt Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, anlässlich der Jahrestagung der Grünen Damen in Bad Dürkheim.

Als junger Zivildienstleistender hatte er vor 30 Jahren in der Ludwigshafener Strahlenklinik zum ersten Mal Kontakt mit den Grünen Damen. Bis heute sei diese Begegnung für seine Arbeit prägend:  „Diakonisches Wirken und diakonisches Profil ist nur möglich, wenn eine Jede und ein Jeder an dem Ort, an dem er sich befindet, mit seiner Gabe versucht der Menschenfreundlichkeit Gottes Raum zu geben, für sich selbst und die anderen.“

Der Mensch sei ein Beziehungswesen, menschliches Leben vollziehe sich in Beziehungen zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Welt und zu Gott. Somit sei auch die Pflege ein Beziehungsgeschehen. „Satt und sauber“ und optimale medizinische Versorgung reichten dem christlich-jüdischen Menschenbild zufolge nicht aus. „Hilfesuchende brauchen mehr, als nur eine reine Versorgung. Sie haben das Anrecht auf ein Gespräch, auf einen zarten Händedruck, auf hörende Ohren und auch auf schweigsame Herzen, wenn ihnen etwas anvertraut wird“, betont Bähr.

Mit Ihrem Dienst an den Patientinnen und Patienten ermöglichten die Grünen Damen, dass auch kranke Menschen am  Leben teilhaben könnten. „Sie sind eine Brücke zur Außenwelt, wenn Sie am Kiosk die Zeitung besorgen oder andere notwendige Dinge, die das Leben erleichtern“, erläutert Bähr.

Den Grünen Damen wünschte er auch für das kommende Jahr Gottes Segen für ihre Arbeit.

Hinweis: Gottesdienst zur Jahrestagung der Grünen Damen und Herren aus Rheinland-Pfalz, 25. April, 10 Uhr, Schlosskirche Bad Dürkheim.