25. Januar 2010
Diakonie: Trägerkonferenz fordert Solidarität mit Armen und Benachteiligten in Rheinland-Pfalz

Die Trägerkonferenz der diakonischen Einrichtungen im Land Rheinland-Pfalz tagte heute in Speyer. Unter der Fragestellung: Was ist uns die soziale Arbeit in Rheinland-Pfalz wert? diskutierten rund 120 Teilnehmende mit Politikern über die Zukunft des Sozialstaates.


Die Diakonie in Rheinland-Pfalz blickt mit Sorge in die Zukunft. Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch in Rheinland-Pfalz immer stärker spürbar ist, wird der weitere Abbau des Sozialstaates auf Kosten der Armen und Schwachen in der Bevölkerung befürchtet. Der Sprecher der Diakonie in Rheinland-Pfalz, der pfälzische Oberkirchenrat Manfred Sutter, bat den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, die soziale Verantwortung des Landes auch zukünftig aufrecht zu erhalten. „Als Spitzenverband versteht sich die Diakonie in Rheinland-Pfalz als sozialpolitischer Anwalt für die Armen und Benachteiligten im Land“, unterstrich Sutter.


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25. Januar 2010
Ministerpräsident Kurt Beck bei der Trägerversammlung der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz:: "Wir brauchen einen starken Sozialstaat"

„Soziale Sicherheit ist ein wesentliches Fundament für die Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft. Sie schafft die notwendigen materiellen Voraussetzungen für die Zukunfts- und Lebenschancen aller“, so der Ministerpräsident. Die Wohlfahrtsverbände spielten bei der Ausgestaltung des sozialen Lebens eine wichtige Rolle. Deshalb nutzte Ministerpräsident Beck die Gelegenheit, um den rund 25.000 hauptamtlichen und 15.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Diakonie seinen Dank und seine Anerkennung zu übermitteln.

Viele hätten ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise Rheinland-Pfalz nicht ganz so schlimm getroffen habe wie zunächst befürchtet. „Kein anderes Land hat das Konjunkturpaket II so effektiv und effizient umgesetzt wie wir. Die Mittel wurden vor allem für Investitionen in Bildung und Gesundheit genutzt“, sagte Beck. So seien beispielsweise 82,5 Millionen Euro im Sonderprogramm Krankenhäuser investiert worden, wodurch viele wichtige und für später geplante Maßnahmen vorgezogen werden konnten.


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