19. Januar 2012


„Für einkommensschwache Mütter, die eine Kurmaßnahme benötigen, kann der gesetzliche Eigenanteil reduziert werden“, berichtet Tanja Gambino vom Diakonischen Werk Pfalz. Dieser beträgt für eine dreiwöchigen Vorsorge- oder Rehamaßnahme für Mütter oder Mutter und Kind 220 Euro.


 „Schwierige finanzielle Verhältnisse dürfen Mütter nicht von einer benötigten Kurmaßnahme abhalten“, betont Gambino. Zuzahlungen bei Inanspruchnahme von Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung seien für Menschen mit geringerem Einkommen in der Höhe begrenzt. Sie könnten sogar durch die Zahlung eines Pauschalbetrages am Jahresanfang für das ganze Jahr abgegolten werden. 


Laut dem Deutschen Müttergenesungswerk (MGW) ist die Selbstbeteiligung an den Kosten für Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung gesetzlich auf zwei Prozent (1 Prozent bei chronisch Kranken) des jährlichen Bruttoeinkommens begrenzt. So würden beispielsweise Hartz IV-Bezieherinnen und Sozialhilfeempfängerinnen mit einem Kind oder mehreren Kindern am Jahresbeginn rund 86 Euro zahlen und wären damit von sämtlichen Zuzahlungen für Gesundheitskosten im Jahresverlauf befreit – also auch vom Eigenanteil bei Kurmaßnahmen, der gesetzlich vorgeschrieben 220,Euro beträgt. Dies ist eine Möglichkeit der Kostenbegrenzung, die viele Krankenkassen ihren Versicherten auf Antrag einräumen.


„Wir empfehlen Müttern deshalb, bei ihrer Krankenkasse einen Antrag zu stellen, damit eine Pauschalzahlung zu Jahresbeginn möglich ist“, sagt Gambino. Die Erfahrungen sind gut. Die Beratungsstellen der Diakonie unterstützen kostenlos bei allen Fragen rund um die Kurmaßnahmen. Die BeraterInnen prüfen auch, ob eine finanzielle Unterstützung aus Spendenmitteln für die Mütter in Frage kommt.


Die Beratungsstellensuche und weitere Informationen zu Mütter- und Mutter-Kind-Kurmaßnahmen: www.muettergenesungswerk.de oder www.diakonie-pfalz.de.


Für Rückfragen: Tanja Gambino, Diakonisches Werk Pfalz, Telefon: 06232-664251, Email: tanja.gambino@diakonie-pfalz.de.