12. August 2011

Pfarrer Albrecht B√§hr beim VortragDer Sprecher der Diakonie in Rheinland-Pfalz, Pfarrer Albrecht B√§hr, kritisiert die geplante Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente. In seinem Gru√üwort anl√§sslich des 30-j√§hrigen Bestehens der NEUEN ARBEIT WESTPFALZ e.V. betont B√§hr: ‚ÄěDie K√ľrzung der F√∂rdermittel f√ľr Langzeitarbeitslose ist sozialpolitisch und sozialethisch nicht vertretbar:‚Äú Die F√∂rderm√∂glichkeiten seien Voraussetzung daf√ľr, dass Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt wieder eingegliedert werden k√∂nnen. Die Teilhabe an Erwerbsarbeit sei zentral f√ľr die gesellschaftliche Integration. Die Diakonie trete f√ľr gesetzliche √Ąnderungen ein, die an den Bed√ľrfnissen der Arbeitssuchenden orientiert seien. Dazu geh√∂rte beispielsweise die Umgestaltung von prek√§rer Besch√§ftigung in Existenz sichernde Arbeitsverh√§ltnisse.
 
Hierzu leiste die NEUE ARBEIT WESTPFALZ e.V.¬† seit 1981 einen unverzichtbaren Beitrag. Arbeitslose Frauen und M√§nner w√ľrden qualifiziert und beraten. Im vergangenen Jahr wurden 24 Prozent der 171 Teilnehmenden auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Weitere 26 Prozent¬† erhielten von den Jobcentern gef√∂rderte Arbeitspl√§tze. ‚ÄěF√ľr die Betroffenen in der Westpfalz ist das Angebot der NEUEN ARBEIT WESTPFALZ e.V. oftmals die einzige Chance auf Teilhabe am Erwerbsleben und damit auch an gesellschaftlicher Teilhabe‚Äú, sagt B√§hr. Deshalb m√ľsse verhindert werden, dass aufgrund der K√ľrzung von F√∂rdermitteln die Zahl der Mitarbeitenden und die Arbeitsgelegenheiten bei der NEUEN ARBEIT WESTPFALZ e.V. weiter sinken w√ľrden. Die Zahl der Mitarbeitenden ging von 30 auf 22, die der Arbeitsgelegenheiten von 170 auf 112 zur√ľck.