In Stadtteilen mit schlechter Infrastruktur leben häufig Familien, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind.  Um dieser sozialen und räumlichen Ausgrenzung entgegen zu wirken, gibt es Projekte wie die Soziale Stadt. Mit den Bewohnern der Stadtteile und den zuständigen Behörden sollen gemeinsam Lösungen und Wege aus der Isolation gefunden und realisiert werden.

 

 

Wenn man Menschen nachhaltig helfen m√∂chte und wenn man gesellschaftlichen Zielen, wie Integration und Gleichheit der Bildungschancen, n√§her kommen m√∂chte, dann muss man versuchen, die Lebensr√§ume von Menschen insgesamt positiv zu ver√§ndern. Insbesondere in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf f√ľhren die Rahmenbedingungen oft dazu, dass Menschen keine Lebensperspektive entwickeln k√∂nnen. Zunehmend segregieren sich Stadt- und Ortsteile in solche mit reicheren und solche mit √§rmeren Bewohnern. In armen Stadtteilen konzentrieren sich soziale Problemlagen, die Infrastruktur wird abgebaut und die Bewohner werden stigmatisiert. Doch nicht nur in st√§dtischen Brennpunkten macht ein sozialr√§umlicher Ansatz beim diakonischen Engagement Sinn. Es sollte immer darum gehen, die spezifischen Lebenslagen der Menschen in einem Gemeinwesen wahrzunehmen, ihre jeweiligen Bedarfe ebenso wie ihre jeweiligen Ressourcen. Das Ziel besteht darin, gemeinsam mit den unterschiedlichen Bewohnern vor Ort und m√∂glichst vielen weiteren Akteuren Ver√§nderungen herbeizuf√ľhren, damit sich die Lebensverh√§ltnisse und Handlungsspielr√§ume nachhaltig verbessern.