Ehe, Partnerschaft und Familie haben für den Einzelnen in der individuellen Entwicklung und Lebensplanung nach wie vor einen außerordentlichen Stellenwert und ebenso eine wichtige gesellschaftliche Gesamtfunktion. Psychologische Beratung in den Beratungsstellen ist Teil kirchlicher Seelsorge und diakonischen Handelns. Sie steht Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen unterstützend zur Seite ebenso wie bei Fragen zur allgemeinen Entwicklung. Sie bietet zur schulischen und beruflichen Situation der Kinder Hilfe an, ebenso wie bei familiären Krisen oder bei Partnerschaftsproblemen.

Rheinland-Pfalz verfügt über annähernd 50 Erziehungs-, Ehe, Familien,- und Lebensberatungsstellen, nahezu die Hälfte davon in diakonischer Trägerschaft

Wesentliche Aufgaben der Arbeit in Beratungsstellen ist es auch – einzelfallübergreifend – präventive Angebote zu machen. Ziel dieser Angebote ist es, Fehlentwicklungen vorzubeugen, Multiplikatoren in ihrer Arbeit unterstützen oder gesellschaftliche Gruppen für Problembereiche zu sensibilisieren. 

Professionalität, Kompetenz, Fachlichkeit mit festgelegten Qualitätsstandards sowie Erfahrungen sind Grundlagen der psychologischen Beratungsarbeit. Sie stellt vor allem in den sich immer mehr verändernden familiären Lebenswelten eine fachlich hoch qualifizierte Hilfe dar für die in ihrer Entwicklung bedrohten Kinder und Jugendlichen, für deren Familien sowie für Menschen, die in seelischer Bedrängnis sind, in sozial ungerechten Verhältnissen leben oder von Gewalt betroffen sind. Stützung, Stabilisierung bzw. Herstellung einer eigenverantwortlichen Lebensführung und Verbesserung der Lebensqualität sind wesentliche Ziele der Beratung.