Seit 1995 wurden landesweit bei 135 Trägern ambulanter Dienste Beratungs- und Koordinierungsstellen (BeKos) eingerichtet, die ab Juli 2008 zu Pflegestützpunkten weiterentwickelt wurden.

Mit einem Schlüssel von 1: 30 000 Einwohnern/innen ist eine zuverlässige wohnortnahe Beratungsstruktur vorhanden. Die BeKos bilden gemeinsam und arbeitsteilig mit Beratern/innen der Pflegekassen die lokalen Pflegestützpunkte. Ihre Aufgabe ist die Beratung und umfassende Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen. Sie informieren nicht nur über das gesamte Leistungsspektrum der vielen verschiedenen lokalen Anbieter sondern übernehmen im Rahmen der Pflegeberatung nach § 7a SGB XI auch die Versorgungsplanung und bei Bedarf auch die notwendige Koordination.

Die Beratung ist kostenfrei und niedrigschwellig angelegt, meist erfolgt sie im Haushalt der Ratsuchenden als aufsuchendes Angebot.
In der Begleitung der Arbeit geht es aktuell um die erneute Entscheidung zur Trägerschaft einer BeKo-Kraft im PSP, die als Verfahrens nach § 4 Abs. 3 LPflegeASGDVO vorgeschrieben ist. Darüber hinaus steht die Einführung einer einheitlichen Software an, mit der die Arbeitsprozesse der PSP ab 2012 umfassend dokumentiert werden sollen.