Etwa 70 Prozent aller pflegebed├╝rftigen Menschen werden zu Hause gepflegt. Diesem Wunsch pflegebed├╝rftiger Menschen entsprechend, sind unter dem Dach der Diakonie in Rheinland-Pfalz 66 Sozialstationen mit ├╝ber 2.000 Mitarbeitenden (1.314 Vollzeitstellen in der Pflege) im Einsatz. Die Sozialstationen der Diakonie in Rheinland-Pfalz versorgen hilfebed├╝rftige Menschen aller Altersgruppen medizinisch und pflegerisch in der vertrauten h├Ąuslichen Umgebung. Mit qualifizierten Fachkr├Ąften leisten sie Grundpflege (Leistungen nach Sozialgesetzbuch XI) und Behandlungspflege (Leistungen nach Sozialgesetzbuch V), k├╝mmern sich um die hauswirtschaftliche Versorgung und┬á beraten umfassend zu s├Ąmtlichen Fragen rund um das Thema Pflege.

 

An sieben Tagen in der Woche sind die Pflegefachkr├Ąfte der Sozialstationen rund-um-die-Uhr erreichbar. Neben der sachkundigen Pflege alter, kranker und behinderter Menschen finden in den Sozialstationen Pflegekurse oder individuelle Schulungen von pflegenden Angeh├Ârigen in der h├Ąuslichen Umgebung statt. Au├čerdem erfahren pflegende Angeh├Ârige Entlastung im Rahmen der Verhinderungspflege. Auch Beratungseins├Ątze nach ┬ž 37.3 SGB XI und Informationen zur Finanzierung der Pflege oder ├╝ber pflegerische Hilfsmittel k├Ânnen abgerufen werden. Durch Einbeziehung geschulter ehrenamtlich engagierter Hilfskr├Ąfte k├Ânnen in vielen Einrichtungen niedrigschwellige Betreuungsleistungen bzw. Tagesbetreuung f├╝r demenziell Erkrankte angeboten werden.

Das ├älterwerden unserer Gesellschaft, aber auch der soziale Wandel und ver├Ąnderte Familienstrukturen, werden die Pflege k├╝nftig vor neue Herausforderungen stellen.┬áDer Mangel an qualifizierten Pflegefachkr├Ąften in der Altenpflege ist in einzelnen Regionen deutlich sp├╝rbar. Nach einer wissenschaftlichen Erhebung im Auftrag des Ministeriums f├╝r Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie des Landes Rheinland-Pfalz wird sich diese Entwicklung bis zum Jahr 2020 zuspitzen. Insbesondere f├╝r die ambulante Pflege kann bereits jetzt zuverl├Ąssig ein gravierender Personalmangel, in erster Linie begr├╝ndet durch altersbedingten Ersatzbedarf, prognostiziert werden.┬á

Die Beratung der Tr├Ąger von Sozialstationen in Rheinland-Pfalz erfolgt ├╝ber den jeweiligen Spitzenverband. F├╝r Qualit├Ątsstandards in der Pflege, Fach- und Finanzierungsfragen, Fortbildungsveranstaltungen f├╝r die Leitungsebene sowie Begleitung bei neuen Projekten stehen Referenten und Referentinnen zur Verf├╝gung.┬á