19. September 2011

Der Beauftragte der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz, Pfarrer Albrecht Bähr, bleibt Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses. Auf Vorschlag der Verbände werde er für weitere fünf Jahre das Gremium leiten, das die Interessen der Kinder und Jugendlichen im Land vertritt, sagte der 49-jährige Theologe am Montag in Mainz dem epd. Dem Landesjugendhilfeausschuss gehören rund 50 Vertreter aus Verbänden, Einrichtungen, Behörden und Parteien an, die sich mit der Jugend- und Familienhilfe beschäftigen.

Wichtigste Aufgabe des Landesjugendhilfeausschusses sei es, angesichts knapper öffentlicher Kassen auch in Zukunft die Finanzierung von Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe zu sichern, sagte Bähr, der auch pfälzischer Diakoniepfarrer ist. Der Bedarf nach Hilfsangeboten steige an, doch könnten die Kommunen zu wenig Geld zur optimalen Förderung von Kindern und Jugendlichen bereitstellen. Auch zukünftig müsse in Rheinland-Pfalz die Gebührenfreiheit in Kindertagesstätten und die schulische Begleitung und Förderung von Kindern und Jugendlichen gewährleistet sein.

Das Land Rheinland-Pfalz sei in der Kinder- und Jugendpolitik auf dem richtigen Weg, lobte Bähr. Als Beispiele nannte er die Beitragsfreiheit in Kindertagesstätten auch für Zweijährige und den Ausbau der Ganztagsschulen. Ziel müsse die familien- und kinderfreundliche Gestaltung des Gemeinwesens auf einem hohen Qualitätsniveau bleiben.

Als eine Lobby für Kinder, Jugendliche und deren Familien im Land will der Landesjugendhilfeausschuss nach den Worten Bährs weiterhin politischen Einfluss nehmen. Der Ausschuss nehme unter anderem Stellung zu Anfragen des Landtages und der Landesregierung sowie bei Gesetzgebungsverfahren. Auch werde er bei wichtigen Themen wie Kinderarmut, Bildung, Integration von jungen Migranten oder dem Schutz von Kindern und Jugendlichen aktiv.