20. Juni 2017
Aktionswoche Schuldnerberatung 2017: Ăśberschuldete brauchen schnelle und starke Beratung!

Vom 19. bis 23. Juni findet die diesjährige bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung statt.

Unter dem Motto „Überschuldete brauchen starke Beratung“ fordert die Arbeitsgemeinschaft „Schuldnerberatung der Verbände“ (AG SBV), dass alle Menschen, die mit ihrer Schuldenlast nicht mehr klar kommen, Zugang zu einer Beratung bekommen. 

Anlässlich der Aktionswoche weist die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz auf die Situation im Bundesland hin: Viele Beratungsstellen haben Wartezeiten oder sind zu bevorzugter Beratung einzelner Klienten verpflichtet. Damit ist ihre Beratungskapazität gebunden und bereits weitgehend erschöpft. Darüber hinaus haben sich für die Beratungsstellen in den letzten Jahren zusätzliche Aufgaben und Anforderungen z. B. durch die Ausstellung einer Bescheinigung für ein Pfändungsschutzkonto ergeben. Nach wie vor fehlt es in den Beratungsstellen an der Finanzierung einer adäquaten Ausstattung mit Verwaltungskräften.


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EinfĂĽhrung zum Thema und zu Arbeitsschwerpunkten
Schuldnerberatung in der Diakonie ist Soziale Arbeit mit überschuldeten und von Überschuldung bedrohten Menschen. 
Von Überschuldung spricht man in einer Situation, in der es den Betroffenen nicht mehr möglich ist, ihre Schulden innerhalb eines überschaubaren Zeitraums unter Einsatz vorhandenen Vermögens und Einkommens zu bezahlen, ohne dabei die eigene Grundversorgung zu gefährden. Überschuldung ist heute nicht mehr nur ein Problem einzelner sozialer Gruppen oder unterer Einkommensgruppen. Sie ist in der gesamten Bevölkerung weit verbreitet. So suchen zunehmend Selbstständige, Kleingewerbetreibende, Hausfinanzierer und Angehörige mittlerer und gehobener Einkommensgruppen mit finanziellen Problemen in der Schuldnerberatung nach Unterstützung. Im Bereich der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz sind derzeit 21 anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen tätig.


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13. März 2014
Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung vom 23.06 – 27.06.2014

Wie in den vergangenen Jahren auch, ruft die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände für 2014 eine Aktionswoche der Schuldnerberatung aus.

Unter dem Thema „Und dann war’s plötzlich dunkel und kalt… Energieschulden – Energiesperren“ möchten die Verbände auf die vielfältigen Schwierigkeiten aufmerksam machen, die mit Energieschulden und Energiesperren einhergehen.


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3. Juni 2013
Armutskonferenz und Obdachlosenhilfe tagen in Darmstadt – Kunstprojekt zeigt andere Perspektiven

Stefan Gillich, Obdachlosenhilfe (DWHN)Nationale Armutskonferenz und Evangelische Obdachlosenhilfe tagen nächste Woche in Darmstadt – Zum Auftakt Mail-Art-Projekt zur Situation wohnungsloser Menschen – Eröffnung am 5. Juni mit Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch

Wohnungslosigkeit und Armut stehen im Fokus zweier bundesweiter Veranstaltungen, die in der kommenden Woche zeitgleich in Darmstadt stattfinden: Am Mittwoch und Donnerstag, dem 5. und 6. Juni, tagt die Nationale Armutskonferenz (nak) im Justus-Liebig-Haus, große Bachgasse 2, in Darmstadt. Ihr Thema ist „SGB II und soziale Gerechtigkeit: Passt das zusammen?“. Ebenfalls am 5. Juni lädt die Evangelische Obdachlosenhilfe (EVO) in die hessische Wissenschaftsstadt zu einer Fachtagung mit dem Titel „Recht auf Wohnen“ in das Hotel und Restaurant Bockshaut, Kirchstraße 7-9, ein.


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17. Mai 2013
Nachrichten aus dem Diakonischen Werk Pfalz - Diakonie aktuell zum Thema Schuldnerberatung

Das Diakonische Werk Pfalz hat in seiner Zeitschrift "Diakonie aktuell" das Thema Schuldnerberatung aufgegriffen.

Der Inhalt der Ausgabe Mai 2013:

- Vielfältige Dienste unter einem Dach

- Schuldnerberatung weiterhin notwendig

- Im Interview: Minister Alexander Schweitzer

- Zonta-Club hilft gegen Altersarmut


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30. November 2012
„Keine Teilhabe zum Nulltarif“ - Diakonie kritisiert den aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

„Wir sind enttäuscht“, sagt Diakoniepfarrer und Sprecher der Diakonie Rheinland-Pfalz Albrecht Bähr über den 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Insbesondere der grundlegende sozialpolitische Perspektivenwechsel könne nicht ohne Widerspruch hingenommen werden. Der Bericht formuliere soziale Mobilität als Ziel. „Jedoch werden die Benachteiligungen, die sozialer Mobilität entgegenstehen, zu wenig angesprochen“, erklärt Bähr.   


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13. August 2012
Pfändungsschutzkonto (P-Konto) darf nicht teurer als normales Girokonto sein

In seinem Urteil vom 28.03.2012 hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden, dass das Führen eines sog. P. Kontos keine teureren Gebühren nach sich ziehen darf als es bei einem Girokonto üblich wäre.


Dort heißt es: „Es stellt eine unangemessene Benachteiligung der privaten Kunden…dar, weil das -auf entsprechendes Verlangen des Kunden- Führen eines Girokontos als Pfändungsschutzkonto …eine Dienstleistung zur Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht darstellt…“.


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17. Juli 2012
Bettelei in den Innenstädten

Nachfolgende Bewertung zu Bettelei in den Innenstädten hat der verantwortliche Referent der Gefährdetenhilfe in Rheinland-Pfalz Stefan Gillich (DW HN) für die Evangelische Obdachlosenhilfe in Deutschland e.V. verfasst:


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9. Dezember 2011
Arbeitslosigkeit größtes Risiko für Überschuldung

Das Angebot an Beratungsstellen sollte ausgebaut werden


Arbeitslosigkeit ist nach wie vor die häufigste Ursache für Überschuldung. Das geht aus der Landesstatistik der Schuldnerberatung in Rheinland-Pfalz für 2010 hervor. Neben dem Verlust des Arbeitsplatzes zählt Scheidung, Trennung oder der Tod des Partners zu den Hauptursachen von Überschuldung. Unfall, Krankheit oder Sucht sowie das Konsumverhalten sind ebenfalls von besonderer Bedeutung bei der Entstehung privater Überschuldung.
Dabei gibt es nach Ansicht von Fachleuten aus der Diakonie zu wenig Beratungsangebote. „Nur geschätzte 10 bis 15 Prozent der Überschuldeten können eine seriöse Schuldnerberatungsstelle in Anspruch nehmen, da es an ausreichenden Angeboten fehlt.“ Dies müsse geändert werden, sagte Bernhard Guttenbacher von der Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes in der Pfalz in Speyer.“


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21. November 2011
Kontopfändung: Pfändungsschutz ab 1. Januar 2012 nur noch über das „P-Konto“

Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Sozialhilfe, Kindergeld und auch eine gesetzliche Rente konnten bislang trotz laufender Pfändung innerhalb von 14 Tagen nach Eingang auf dem gepfändeten Konto abgehoben werden. Dies gilt ab 01. Januar 2012 wegen einer Gesetzesänderung nicht mehr. Ein Schutz ist nur noch durch ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) möglich.


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15. April 2011
Nikolaus Immer übernimmt Vorsitz der Kommission "Soziale Integration, Armutsbekämpfung und Migration"

Herr Immer, seit 1. April 2011 sind Sie – nach einer entsprechenden Wahl durch die Liga-Vollversammlung – Vorsitzender der Kommission 4 der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im Land Rheinland-Pfalz. Zunächst herzlichen Glückwunsch zu dieser Wahl und zu Ihrer neuen Aufgabe. Worum geht es inhaltlich bei der Arbeit der Kommission 4?

Nikolaus Immer: Danke fĂĽr den GlĂĽckwunsch - nach vielen Jahren, in denen unser Kollege Professor Dr. Franz Segbers aus Hessen-Nassau die Kommission geleitet hat, waren jetzt wir von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe an der Reihe. So habe ich mich gerne dieser neuen Aufgabe gestellt.


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