12. September 2011

Portraitfoto von Oberkirchenrat SutterDer Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, der pfälzische Oberkirchenrat Manfred Sutter, hat bei der Trägerkonferenz der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach eine positive Zwischenbilanz gezogen. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Sutter: „Wir brauchen eine starke Diakonie in Rheinland-Pfalz, um gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden und der Landesregierung soziale Herausforderungen zu gestalten“.

Die Geschäftsführung, bestehend aus Pfarrer Albrecht Bähr (Diakonisches Werk Pfalz), Dr. Heiko Kunst (Diakonisches Werk Hessen-Nassau) und Jens Rautenberg (Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe), habe in acht Monaten bereits viele Veränderungen angestoßen. Die Zusammenarbeit mit dem Beauftragten der Evangelischen Kirchen, Kirchenrat Dr. Thomas Posern, entwickle sich erfreulich gut. Mittelfristig sei der Umzug von Kirche und Diakonie in ein gemeinsames Büro geplant. 
„Wir haben eine neue Arbeitsgemeinschaft Öffentlichkeitsarbeit unter der Federführung der pfälzischen Pressesprecherin Pfarrerin Sabine Jung gegründet“, berichtete der Sprecher der Geschäftsführung Bähr. Bähr selbst habe den Vorsitz der LIGA-Kommission „Alterskulturen und Demografie“ übernommen. Mit Nikolaus Immer von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe als Vorsitzendem der Kommission „Arbeit und soziale Sicherung“ und Solveigh Schneider vom Diakonischen Werk Pfalz als Vorsitzende der Pflegegesellschaft sei die Diakonie in der LIGA der Freien Wohlfahrtsverbände an wichtigen Stellen vertreten. „Im engen Schulterschluss mit der Arbeitsgemeinschaft der Caritasverbände wollen wir sozialpolitische Entwicklungen in Rheinland-Pfalz bewerten und vorantreiben“, erläuterte Bähr.

Dr. Kunst teilte mit, dass seit Mitte des Jahres ein neuer LIGA-Querschnittausschuss „Ehrenamt/Freiwilligendienst“ existiere.  „Wir wollen uns mit der Anerkennungskultur auseinandersetzen und die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt sowie den Freiwilligendienst verbessern“, berichtete Dr. Kunst. Die Kritik der Wohlfahrtsverbände und einzelner Bundesländer habe dazu geführt, dass die Frage der Koppelung von Plätzen beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und beim Bundesfreiwilligendienst (BFD) erst im April 2012 eine Neuregelung erfahre. Wie wichtig die Arbeit der Diakonie im Bereich Ehrenamt sei, zeige die Tatsache, dass das Land Rheinland-Pfalz mit einer Engagementquote von 41 Prozent freiwilliger Helferinnen und Helfer gemeinsam mit Baden-Württemberg und Niedersachsen im bundesweiten Vergleich einen Spitzenplatz einnehme.  

Rautenberg stellte den neuen Internetauftritt der diakonischen Arbeitsgemeinschaft vor. Zum Themenfeld Arbeit/Arbeitslosigkeit sagte er: „Aufgrund der geplanten Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente droht im kommenden Jahr eine drastische Reduzierung der arbeitsmarktpolitischen Angebote, wenn nicht seitens des Bundes eine komplett andere Richtung verfolgt wird. Das geht auf Kosten der Langzeitarbeitslosen.“ Deshalb wolle man gemeinsam mit dem Land versuchen, über den Bundesrat Einfluss auf die Gesetzgebung zu nehmen. Im Bereich Migration sei die interkulturelle Öffnung sozialer Einrichtungen und Organisationen eine wichtige Frage. Im Arbeitsfeld Gefährdetenhilfe fehlten ausreichende Angebote in Rheinland-Pfalz. Auch seien die Vergütungssätze zu niedrig. In der Wohnungslosenhilfe werde die Vernetzung von stationären und ambulanten Hilfen sowie die Finanzierung aus einer Hand vorangetrieben.
Innerhalb der Geschäftsführung ist Bähr für die Bereiche Altenhilfe, Behindertenhilfe, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zuständig. Sein Kollege Dr. Kunst verantwortet den Bereich Schuldnerberatung, Betreuungsvereine, Gemeinwesenarbeit, Ehrenamt und Freiwilligendienste. Rautenberg hat die Bereiche Arbeit, Soziale Sicherung, Migration und Armutsbekämpfung übernommen.
 

Dokumente zur Konferenz

Manfred Sutter: Geistliches Wort zur Trägerkonferenz - Thema: Matthias Grünewald

Bericht des Sprechers der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz,
Pfarrer Albrecht Bähr, für die Trägerversammlung am 12. September 2011

Jens Rautenberg: Beiträge zum Bericht der Geschäftsführung

Bericht aus der Verbandsarbeit des Verbandes Ev. Krankenhäuser Rheinland-Pfalz / Saarland