Gesch√§ftsf√ľhrung: DW Pfalz

Tanja Gambino
Koordinierende Referentin
Schwangeren- und Schwangerenkonfliktberatung
Karmeliterstraße 20
67346 Speyer
Telefon: 06232 664251
Telefax: 06232 664130
tanja.gambino@diakonie-pfalz.de

 

Immer mehr Frauen haben mit massiven, multiplen Problemlagen zu kämpfen, wenn sie (ungewollt) schwanger werden und brauchen deshalb verstärkt Beratung und Betreuung. In Rheinland-Pfalz unterhält die Diakonie rund 36 Beratungsstellen mit ihren jeweiligen Außensprechstunden. Eine ortsnahe Beratung zu garantieren, ist eine wichtige Grundlage unserer Arbeit. Die Erreichbarkeit der Stellen ist besonders in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. 

Schwangeren, die ihre Zukunft mit Baby finanziell gestalten m√∂chten sind auf eine umfassende Informationsvermittlung und auf Unterst√ľtzung bei Antragstellungen angewiesen. Auf gesetzliche √Ąnderungen wie die Anhebung familienpolitischer Leistungen und die Einf√ľhrung des Elterngeld Plus, beides im Juli 2015 in Kraft getreten, m√ľssen Beraterinnen und Berater deshalb schnell reagieren und die neuerworbenen Kenntnisse entsprechend anwenden k√∂nnen.

Hauptanliegen der Schwangerenkonfliktberatung ist es die Hilfesuchenden in Ihrer pers√∂nlichen Lebenssituation ernst zu nehmen und eine¬† ergebnisoffene Beratung¬† in einer vorurteilsfreien Atmosph√§re zu gew√§hrleisten. Die evangelische Schwangerenberatung geht davon aus, dass das Wohl des ungeborenen Kindes nur mit der Mutter, nicht gegen sie gesch√ľtzt werden kann.

Seit Mai 2014 k√∂nnen Frauen, die sich in einer Notlage befinden und ihre Identit√§t nicht preisgeben m√∂chten, ihr Kind medizinisch sicher und vertraulich zur Welt bringen. Grundlage daf√ľr ist das geltende Gesetz zum Ausbau der Hilfen f√ľr Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt, welches die M√∂glichkeit schafft, dass Schwangere vor und nach der Geburt anonym durch eine Schwangerschaftsberatungsstelle beraten, betreut und begleitet werden k√∂nnen.

Es wird zu medizinischen, sozialen und rechtlichen M√∂glichkeiten beraten. Die Rechtsanspr√ľchen von Mutter und Kind und die m√∂glichen praktischen und finanziellen Hilfen k√∂nnen in der Beratung aufgezeigt werden.

Falls erforderlich können die Beraterinnen und Berater die Beratungsbescheinigung nach § 219 StGB ausstellen.

Alleinstehende, Alleinerziehende und Familien kontaktieren die Beratungsstellen vermehrt mit den Themen Existenzangst, Armut, √úberforderung und psychosomatischen Beschwerden.

Eine Vielzahl der Ratsuchenden ben√∂tigt im Umgang mit den Jobcentern Unterst√ľtzung, neben der Leistungsberatung sind auch Hilfen bei der Antragstellung und dem einlegen von Rechtsbehelfen notwendig. Dieser Beratungsbereich bindet sehr viel Zeit und nimmt zunehmend Raum ein.

Durch die Schwangerensozialarbeit der Diakonie finden viele Frauen und Paare den Weg in die Beratungsstelle. Zun√§chst m√∂chten die Meisten zu Beratenden einen Antrag bei der Bundesstiftung ‚ÄěMutter und Kind- Schutz des ungeborenen Lebens‚Äú stellen. Im Verlauf der Beratung stellt sich in der gr√∂√üten Zahl der Beratungen ein weitergehender Hilfebedarf heraus. Deshalb ist die Zahl der Folgeberatung in den letzten Jahren angestiegen. Die Problemstellungen der schwangeren Frauen sind nach Erfahrung der Beraterinnen und Beratern vielschichtiger geworden. Die Schwangerenberatung ist damit oft ein Einstieg in weitere Felder der Beratungsarbeit. Hierzu geh√∂rt nicht nur das Stellen von weiteren Stiftungsantr√§gen und Antr√§gen bei den Jobcentern. Vorsorgeuntersuchungen sind genau so Gespr√§chsthema, wie die Hebammensuche, die Kinderbetreuung und die allgemeine famili√§re Situation. Au√üerdem werden in den Beratungsstellen f√ľr junge Menschen, Eltern und Multiplikatorinnen Informationen zu Familienplanung, Empf√§ngnisverh√ľtung und Sexualit√§t angeboten.

Die Einzelnen Beratungsangebote sind √ľber folgende Internetseiten zu finden: http://www.diakonie-pfalz.de,¬†http://www.diakonie-rwl.de und¬† http://www.diakonie-hessen.de/ueber-uns/arbeitsfelder/familien-frauen-jugend-kinder/schwangeren-und-schwangerschaftskonfliktberatung.html

 

Hinweis:

Adressfinder f√ľr alle drei Diakonischen Werke zusammen zu f√ľgen, da f√ľr die hilfesuchenden Frauen nicht erkennbar, wo die Pfalz anf√§ngt und Rheinland-Westfalen-Lippe aufh√∂rt und dass es auch noch einen Teil auf dem Kirchengebiet von Hessen-Nassau gibt.