16. Januar 2011

„Das prophetische Amt, in dem wir den Schwachen eine Stimme geben, und der Samariterdienst sind in der Diakonie untrennbar verbunden“, sagte Oberkirchenrat Manfred Sutter zur Einführung des neuen Landespfarrers für Diakonie Albrecht Bähr in der Speyerer Gedächtniskirche. Zu dem Amt des Landespfarrers gehöre auch die Funktion des Sprechers der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz. Diese Verbindung vereine die beiden Aufgaben der Diakonie, das politisch-prophetische Amt und das Samariteramt. Bähr sei eine Persönlichkeit, die beide Dimensionen im Blick habe. Es sei eine hohe Kunst, verbindend und verbindlich zu reden und doch Partei für die Schwachen zu ergreifen. „Wer in der Diakonie stark sein will für andere, braucht selbst innere Stärke und Festigkeit“, sagte Sutter weiter. 
„In jedem Menschen leuchtet das Ebenbild Gottes auf“, betonte Bähr in seiner Predigt. Aus dem Glauben an Gottes Schöpfung und der Überzeugung, dass jeder Mensch zum Bild Gottes geschaffen sei, folge eine Sensibilisierung für den Einzelnen. Als Praxis gelebter Nächstenliebe wolle Diakonie die Menschenfreundlichkeit Gottes erfahrbar werden lassen. Nach christlichem Zeugnis sei Gott ein Parteigänger der Schwachen und wende sich den Verwundeten zu. „Überall wo Menschen sich für eine faire Teilhabe Benachteiligter am Leben einsetzen, hat die Diakonie ihren Platz“, erklärte Bähr. Diese Aufgabe sei nicht allein zu schultern: „Wir brauchen gesellschaftliche Netzwerke.“ Gemeinsam mit der Politik, den Spitzenverbänden, den freien Trägern und engagierten Ehrenamtlichen gelte es, eine humane Gesellschaft zu verwirklichen. 

Als Assistenten begleiteten Bähr bei der Einführung der designierte Präsident des Diakonischen Werkes der EKD Pfarrer Johannes Stockmeier, die Stellvertreterin des Landespfarrers für Diakonie Brigitte Thalmann, der Vorsitzende des Ausschusses Diakonie, Mission und Verantwortung in der Welt der pfälzischen Landessynode Pfarrer Marc Reusch und der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für die Diözese Speyer e.V. Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer.

Gute Wünsche für das neue Amt gaben Sozialministerin Malu Dreyer für das Land Rheinland-Pfalz, der Vorsitzende der Hauptversammlung Pfarrer Dr. Werner Schwartz für die pfälzische Diakonie, der Caritasvorsitzende Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer für den Caritasverband der Diözese Speyer und Gabriele Kunz für die Mitarbeitervertretung (MAV) mit auf den Weg.

Die musikalische Gestaltung übernahm der Homburger Bezirkskantor Stefan Ulrich gemeinsam mit dem Homburger Vokalensemble unter Leitung von Carola Ulrich. 

Hier können Sie den Predigttext herunterladen.

Hier können Sie das Grußwort von Herrn Domkapitular Hundemer herunterladen.