6. April 2017

"Türen öffnen. Gerechtigkeit leben" heißt die Kampagne der Diakonie zum Reformationsjubiläum. Bundesweit haben haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende und kirchliche Gruppen über 170 Türen gestaltet, die das Engagement der Diakonie für Gerechtigkeit zum Ausdruck bringen. "Die Suche nach Gerechtigkeit verbindet religiöse Impulse der Reformation mit den sozialen Themen unserer Zeit", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie.

Die Diakonie Pfalz hat sich mit 30 Beiträgen an der Aktion beteiligt. „Wir sind überwältigt von der hohen Beteiligung und dem Ideenreichtum unserer diakonischen Träger und deren Kooperationspartnern. Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren, Flüchtlinge, Mitarbeitende und Freiwillige haben ihre Gedanken zum Thema Gerechtigkeit kreativ umgesetzt. Sie haben gebastelt und gemalt, geschraubt und geklebt. Herausgekommen sind wunderbare und beeindruckende Kunstwerke“, sagt der Landespfarrer für Diakonie, Albrecht Bähr.

Höhepunkt der Diakonie-Kampagne wird die Errichtung des "Türhauses der Gerechtigkeit" auf dem Kirchplatz in Lutherstadt-Wittenberg sein. Während des Reformationssommers präsentiert das drei-etagige Türhaus direkt gegenüber der Stadtkirche Sankt Marien rund 60 Türen der Kampagne. Allein zehn Türen dafür stammen von Einrichtungen und Kooperationspartnern aus dem Bereich der Diakonie Pfalz. Das Türhaus wurde vom Düsseldorfer Architekten Martin Ritz-Rahman entworfen und wird von der Roßlauer Schiffswerft gebaut.

Zur Jury, die die Türen für das Türhaus ausgewählt hat, gehörten die Reformationsbotschafterin Prof. Margot Käßmann, Vorstandsmitglied der Bodelwschinghschen Anstalten Bethel, Dr. Johanna Will-Armstrong, der Kulturbeauftragt der EKD, Dr. Johann Hinrich Claussen, der Architekt Martin Ritz- Rahman sowie der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie.  "Unsere Arbeit in der Diakonie gibt dem protestantischen Glauben eine soziale Gestalt. Das Türhaus der Gerechtigkeit wird Kirchennahen und Kirchenfernen Türen zu den vielfältigen Engagementfeldern der Diakonie öffnen", sagt Lilie.

Das Türhaus soll pünktlich zur Eröffnung der Weltausstellung der Reformation stehen. Das Richtfest ist für den 16. Mai 2017 geplant.

Bevor die „Pfälzer Türen“ ihre Reise nach Wittenberg antreten, sind sie in der Zeit vom 6. bis 11. April im Rahmen der Kirchen-Kultur-Tage an verschiedenen Standorten in Speyer zu sehen sein. Zu jeder Tür gibt es einen Text, der über die Entstehungsgeschichte der Tür und die Gedanken der Türgestalterinnen und Türgestalter zum Thema „Gerechtigkeit“ informiert. Diese Hintergrundinformation kann auch man per QR-Code direkt auf dem Smartphone lesen. Die Ausstellung wird am Freitag, 7. April, im Beisein von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, um 16.45 Uhr vor dem Historischen Rathaus in der Maximilianstraße eröffnet.

Alle Informationen zur Ausstellung lesen Sie in diesem Flyer.

Die Standorte der Türenausstellung:

  • Buchhandlung Osiander (Wormser Straße 2),
  • Buchhandlung Oelbermann (Wormser Str. 12),
  • Berzelhof (Tränkgasse 2),
     
  • Gedächtniskirche, Bartholomäus-Weltz-Platz 5
     
  • auf der Maximilianstraße (Bühne vor dem Historischen Rathaus, Geschirrplätzel, Kulturhof/Touristinfo – Stadtratssitzungssaal
     
  •  Medienzentrale der Landeskirche (Roßmarktstraße 4) 
     
  • Diakonisches Werk Pfalz, Karmeliterstraße 20

 Eine Übersicht über alle Türen finden Sie

 

Die ausgewählten Türen für Wittenberg