26. September 2016

Zum dritten Mal in Folge wurde Albrecht Bähr, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, zum Vorsitzenden des Landesjugendhilfeausschusses gewählt. Die Wahl in Mainz erfolgte einstimmig. Bähr zeigte sich erfreut über das ihm entgegengebrachte Vertrauen und lobte die konstruktive und kritische Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Er wünsche sich, dass die fachliche Expertise des Gremiums genutzt und daraus resultierende Forderungen an die Landespolitik nicht bereits im Vorfeld an möglichen Folgekosten scheiterten. "Unsere Aufgabe ist es nicht, Entwicklungen und Vorhaben freundlich zu begleiten, sondern uns aktiv einzubringen", sagte Bähr.

Bähr mahnte: "Man kann Ideen zu Kindern und Jugendlichen haben, die über das Thema Kita, Schule und Ausbildung hinausgehen. Junge Menschen dürfen nicht nur dann relevant werden, wenn sie dem wirtschaftlichen Erhalt der Gesellschaft dienen." Aufgaben für die nun beginnende 15. Amtsperiode des LJHA gebe es genug. Die soziale Infrastruktur für junge Menschen, ihre Befähigung zum aktiven Einbringen, die Verantwortung für vergleichbare Lebensverhältnisse: "All dies sind Themen, die ein aktiver Landesjugendhilfeausschuss wach halten und einfordern sollte. Das ist seine Aufgabe!" Der LJHA müsse zudem die Neuverhandlungen zur Struktur der Kinder- und Jugendhilfe sowie die Themenfelder junge Geflüchtete und Inklusion weiter kritisch begleiten.

Dem Landesjugendhilfeausschuss gehören 25 stimmberechtigte Mitglieder und weitere beratende Mitglieder aus unterschiedlichen Institutionen und Behörden an. Er befasst sich mit allen Angelegenheiten der Jugendhilfe, insbesondere mit der aktuellen Lage junger Menschen in Rheinland-Pfalz.