13. Juni 2016

Veröffentlichungen des Rechercheverbunds „Correctiv“ basieren auf methodisch fragwürdiger Basis – Neue Prüfsystematik für Pflegeeinrichtungen muss eindeutig und transparent sein.

Eine hohe Qualität der Pflege ist das gemeinsame Ziel von PflegeGesellschaft und Pflegekammer Rheinland-Pfalz: „Dafür kämpfen wir“, sagte die Vorsitzende der PflegeGesellschaft, Regine Schuster. Sie vertritt mit über 450 stationären Pflegeeinrichtungen mit etwa 33.000 Plätzen das Gros der Pflegeeinrichtungen im Land.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten bereits jetzt eine hervorragende Arbeit“ sagte Schuster. Dies gelte es zu unterstützen und mit guten Rahmenbedingungen für die Pflegeberufe auszubauen: „Pflege findet in Rheinland-Pfalz auf einem gesicherten und hohen Niveau statt. Die Träger der Einrichtungen, in denen Pflege stattfindet und die Pflegenden im Land verdienen dafür gebührende Anerkennung. Gemeinsam wollen wir die Pflege weiterentwickeln und geeignete Methoden zur Qualitätsbetrachtung mitentwickeln“, sagte Sandra Postel, Vizepräsidentin der Landespflegekammer als Vertreterin der Pflegenden.


Pflegekammer und PflegeGesellschaft weisen damit erneut die Kritik des Rechercheverbundes Correctiv zurück, der der Pflege in Rheinland-Pfalz ein schlechtes Zeugnis ausgestellt hatte. Die Methodik sei fragwürdig, die Ergebnisse nicht vergleichbar. Dies müsse aber künftig so sein: „Wir plädieren eindringlich für transparente und wissenschaftlich fundierte Vergleiche von Qualität in der Pflege“, sagten Schuster und Postel.


Der Gesetzgeber habe diese PrĂĽfkriterien bereits als nicht trauglich eingestuft. Sie stĂĽnden auf dem PrĂĽfstand, sollen komplett neu gefasst werden und 2018 in Kraft treten. Daran wolle man aktiv mitarbeiten und an einem Strang ziehen, damit am Ende transparente, nachvollziehbare und vergleichbare Ergebnisse von Heim-ĂśberprĂĽfungen stehen.
Hintergrund: Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz e.V. vertritt mit rund 345 ambulanten Pflegediensten, die etwa 20.000 Patienten betreuen, und über 450 stationären Pflegeeinrichtungen mit etwa 33.000 Plätzen, das Gros der Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Neben dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) gehören der PflegeGesellschaft die fünf Verbände der Freien Wohlfahrtspflege: Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband und die Diakonie an. Regine Schuster (Der PARITÄTISCHE Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.) und Dieter Hewener (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.; Landesgruppe Rheinland-Pfalz) sind die beiden gleichberechtigten Vorstandsvorsitzenden.


Mit der einstimmigen Verabschiedung des Heilberufsgesetzes durch den rheinland-pfälzischen Landtag im Dezember 2014 ist die Landespflegekammer errichtet worden. Seit dem 01. Januar 2016 haben die Pflegenden im Land damit eine kraftvolle Interessenvertretung erhalten. Die Landespflegekammer mit ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern nimmt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitglieder wahr. Die Vertreterversammlung hat in der Sitzung vom 02. März 2016 den Vorstand der Landespflegekammer gewählt. Präsident der Kammer ist Dr. Markus Mai. Zur Vizepräsidentin wurde Frau Sandra Postel gewählt.