03. April 2016

Die Diakonie in Rheinland-Pfalz ist  tieftraurig und sehr betroffen, dass unser Kollege und Mitglied der Geschäftsführung  in der Nacht zum Sonntag an den Folgen eines Schlaganfalls, den er eine Woche zuvor erlitten hat, gestorben ist.
 
Unser Mitgefühl gilt zunächst seiner Frau und seinen Töchtern mit deren Familien. Sie haben das Leben mit Nikolaus Immer geteilt und haben ihm auch immer wieder den Rücken frei gemacht für die soziale Arbeit in Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz.


 
Nikolaus Immer vertrat die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe als Geschäftsführung in der Arbeitsgemeinschaft der Diakonie in Rheinland-Pfalz sowie in der Mitgliederversammlung der LIGA Rheinland-Pfalz. Er war Mitglied der Mitgliederversammlung der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz, Vorsitzender der LIGA-Kommission Soziale Sicherung, Migration und Armutsbekämpfung  und fungierte als umsichtiger Experte und Kommunikator in den Bereichen, die sich vor allem mit der sozialen Gerechtigkeit für die Schwachen auszeichneten. Der Diakoniker Nikolaus Immer hatte ein großes Herz für die Menschen, die wenig Rechte in unserer Gesellschaft haben. In den letzten Monaten schlug dies insbesondere für die Flüchtlinge, die in Rheinland-Pfalz angekommen sind und deren Versorgung organisiert und geregelt werden musste. Mit viel Umsicht, Fachlichkeit und Pragmatismus versuchte er einen Ausgleich unter den Wohlfahrtsverbänden, immer im Blick auch auf die Betroffenen, herzustellen. Dies ist nur ein Verdienst neben vielen Aktivitäten, die Nikolaus Immer für die Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz getätigt hat.
 
Mit groĂźem Respekt und tiefer Dankbarkeit verneigen wir uns vor Nikolaus Immer und danken dem, der sein Leben geschaffen hat, fĂĽr alles, was er fĂĽr uns und unsere Gesellschaft bewirkte. Wir werden versuchen seine Arbeit in seinem Sinne weiter fortzusetzen.

Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen und Freund von Nikolaus Immer, hat folgendes Gebet formuliert, das uns halten und trösten soll:

Guter Gott, wir wissen nicht, was wir sagen sollen. Wir sind sehr, sehr traurig, dass Niko Immer nicht mehr unter uns ist. Wir danken Dir für alles, was er uns gewesen ist – solidarischer Freund und Kollege, engagierter Kämpfer für soziale Gerechtigkeit und vor allem ein so liebenswürdiger Wegbegleiter. Wir werden seinen Rat, seine Menschlichkeit und seine gute Gemeinschaft vermissen. Nimm ihn auf in Deinen Frieden, an den er fest geglaubt hat – als Hoffnung für alle ohne Ausnahme. Und sei Du bei seinen Lieben mit Deinem Trost. Und mache sie und uns gewiss, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern das Leben in Dir. Wir bitten Dich:
Lass uns nicht allein, sondern halte uns fest in Deiner Liebe. Amen.

In Trauer und Dankbarkeit für die Diakonie in Rheinland-Pfalz  
 
Albrecht Bähr
Sprecher der Geschäftsführung