12. Januar 2016

Unser Profil: Vielseitig - Unsere St√§rken: Einmalig. Mit dieser kernigen Aussage tritt die LIGA aktuell an die √Ėffentlichkeit, um ihre vielf√§ltigen Leistungen darzustellen.

Wir alle kennen Kinderg√§rten, Kinder- und Jugendhilfe, wissen um Altersheime und Pflegeinrichtungen, Behindertenhilfe, Suchtkrankenhilfe, Existenzsicherung, Armutsbek√§mpfung und - ganz aktuell - das Engagement f√ľr die Tausende von Fl√ľchtlingen die auf der Suche nach einem sicheren und friedlichen Leben in unserem Land um Aufnahme bitten.

Dass sich in all diesen unterschiedlichen Einrichtungen mehr als 145.000 Mitarbeitende in Haupt- und √ľber 30.000 Menschen im Ehrenamt alleine in Rheinland-Pfalz den vielf√§ltigen und oft schwierigen sozialen Aufgaben und Herausforderungen stellen, bleibt der Gesellschaft im Alltag meistens verborgen. Diese Aufgabengebiete und T√§tigkeitsfelder, die auch entscheidend zur Sicherung unseres sozialen und gesellschaftlichen Zusammenlebens beitragen, werden der √Ėffentlichkeit aktuell in einer Informationskampagne der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Form von Infokarten, Plakaten und einer Internetpr√§senz dargestellt.

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ist ein Zusammenschluss der rheinland-pf√§lzischen Spitzenverb√§nde von Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutschem Roten Kreuz, Diakonie und dem PARIT√ĄTischen. Den LIGA-Vorsitz, der turnusm√§√üig wechselt, f√ľhrt derzeit der Sprecher der AG Diakonie in Rheinland Pfalz und pf√§lzische Diakoniepfarrer, Albrecht B√§hr.

Weitgehend unbekannt in diesem Zusammenhang ist bisher sicherlich ebenso die Rolle der Sozialwirtschaft in Rheinland-Pfalz als Teil des Wirtschaftssystems und bedeutender Wirtschaftsfaktor. In der allgemeinen Betrachtung wird die Arbeit der Sozialwirtschaft oft eher als unangenehmer Kostenfaktor gesehen. Dabei wird unterschätzt, dass diese und damit die Freie Wohlfahrtspflege nicht nur zur Wertschöpfung generell sondern auch zum regionalen Mehrwert entscheidend beiträgt.

Um dies in Zahlen f√ľr uns alle und auch den politischen Entscheidungstr√§gern verst√§ndlich darzustellen, wurde 2014 unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Sell vom Institut f√ľr Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS) eine Studie ver√∂ffentlicht, die unter anderem die Wertsch√∂pfung in vielen Bereichen der Sozialwirtschaft aufzeigt.

Mit all ihren Mitarbeitenden stellt sich die Freie Wohlfahrtspflege als einer der gr√∂√üten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz dar. In ihren Einrichtungen werden weit √ľber 40.000 pflegebed√ľrftige Menschen und auch Menschen in schwierigen Lebenslagen betreut. Rund 80.000 Kinder werden in Kindertageseinrichtungen altersgerecht versorgt.

Die wirtschaftliche Betrachtung zeigt, dass 75Prozent der in der Freien Wohlfahrtspflege get√§tigten Ausgaben in der jeweiligen Region verbleiben und damit die heimische Wirtschaft in vielen Teilbereichen st√§rkt und sichert. Somit wird ein wertvoller Beitrag zur Standortsicherung sowie der Sicherung und Schaffung von Arbeitspl√§tzen - auch in anderen Bereichen - geleistet. Durch den Einsatz der Freien Wohlfahrtspflege werden Familien und ihre Angeh√∂rigen entlastet und so die M√∂glichkeit geschaffen, wieder einer Berufst√§tigkeit nachzugehen. 70 Prozent der Leistungsentgelte und F√∂rdermittel der √∂ffentlichen Hand flie√üen direkt oder indirekt in Form von Abgaben und Steuern wieder an den Bund, das Land oder die Kommune zur√ľck.

Einige Ergebnisse dieser Studie mit dem Titel "MehrWertSch√∂pfung" werden nun zusammengefasst an die Mitarbeitenden der vielf√§ltigen Berufsgruppen und Einrichtungen, aber auch an alle B√ľrgerinnen und B√ľrger in Rheinland-Pfalz in Form von Infokarten, Plakaten und einer speziell zu diesem Thema geschaffenen Internetseite www.liga-rlp.de/vonmenschzumensch kommuniziert.