2. Dezember 2015

Am 2. Dezember 2015 fand die Trägerversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Diakonie in Rheinland-Pfalz statt.

Vertreterinnen und Vertreter aller maßgeblichen Träger der Diakonie in Rheinland-Pfalz trafen sich am 2. Dezember 2015 zur Trägerversammlung in der Geschäftsstelle in Mainz, um den Bericht der Geschäftsführung sowie der Referentinnen und Referenten in Rheinland-Pfalz entgegenzunehmen.

Die Diakonischen Träger in Rheinland-Pfalz sind mit der Arbeit der Verantwortlichen vor Ort äußerst zufrieden. Sie lobten die schlanken Strukturen der Geschäftsstelle in Mainz, die effiziente, politisch profilierte und fachlich hoch anerkannte Arbeit der Referentinnen und Referenten und die gute Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, Landespfarrer Albrecht Bähr, dem Justiziar Dr. Heiko Kunst und Jens Rautenberg.

Bähr ging in seinem Bericht auf die Herausforderungen ein, die im Bereich Flüchtlingshilfe zu bewältigen sind, aber auch auf die demografischen Herausforderungen, die finanzielle Lage des Landes und der Kommunen sowie seine Arbeit als LIGA-Vorsitzender. Er betonte die Notwendigkeit, der Willkommenskultur für Flüchtlinge auch die entsprechende Willkommensstruktur folgen zu lassen. Bähr foderte dazu auf, die Anwaltschaft für alle Schwachen und Benachteiligten in der Gesellschaft zu übernehmen. Den gesamten Bericht haben wir am Ende des Textes verlinkt.

Im zweiten Teil der Trägerversammlung hielt Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender Diakonie Hessen, ein eindrückliches Referat, in dem er die Herausforderungen diakonischen Handelns in der Zukunft benannte:

  • In der Diakonie geht es um Mitleidenschaft als Hoffnungspraxis.
  • Diakonie ist dem Gemeinwohl verpflichtet und nimmt dabei Partei für die Schwächsten.
  • Das diakonische Profil muss in der Arbeit deutlich erkennbar bleiben, was sich unter anderem durch eine Unternehmenskultur zeigt, die von Güte und Wertschätzung geprägt ist.
  • Die Wirtschaft ist um des Menschen willen da. Lebensdienlichkeit ist das entscheidende Kriterium wirtschaftlichen Handelns.
  • Diakonie hat Verantwortung für die Fortentwicklung des Sozialstaats. Die Diakonie verteidigt den Sozialstaat gegen Widerstände.

Am Ende der Veranstaltung verabschiedete die Trägerversammlung Jens Rautenberg, der bislang die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe in der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz vertreten hatte. Er wird künftig in Nordrhein-Westfalen die Geschäftsführung der LIGA innehaben. Als neues Mitglied der Geschäftsführung wird Nikolaus Immer die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe in der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz vertreten.

Hier können Sie den vollständigen Bericht der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz zur Trägerkonferenz 2015 sowie das Referat mit den Thesen von Dr. Wolfgang Gern (PDF-Datei, 128 KB) herunterladen.