13. Oktober 2015

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaften Sozialstationen sowie teil- und vollstationäre Altenhilfe der Diakonie in Rheinland-Pfalz kamen zahlreiche Träger- und Einrichtungsverantwortliche, um mit Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in den Dialog zu treten.

Der Sprecher der Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz, Herr Pfarrer Albrecht Bähr, begrüßte die Ministerin und stellte die vielfältige diakonische Pflegelandschaft in Rheinland-Pfalz vor.

Anhand eines Rollups wurde deutlich, dass die Diakonie mit

  • 69 vollstationären Einrichtungen (ca.6000 Plätze),
  • 47 teilstationären Angeboten (ca.400 Plätze) sowie
  • 67 Sozialstationen, teils in ökumenischer Trägerschaft (ca.37000 Patienten)

in Rheinland-Pfalz vertreten ist und durch flächendeckende Präsens die Versorgung pflegebedürftiger Menschen gewährleistet.

Ein besonderes Anliegen war es den Teilnehmenden, mit der Ministerin über die Empfehlungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege zu diskutieren. Nach einleitendenden Worten der Ministerin zum Thema, eröffneten die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaften, Frau Sabine Pfirrmann und Frau Annette Stratmann den Austausch mit konkreten Fragen aus dem jeweiligen Fachgebiet.

In sehr angenehmer Atmosphäre entwickelte sich ein reger Austausch zwischen allen Beteiligten. Auf die vielfältigen Fragen aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern ging die Ministerin offen und detailliert ein.

Zusammenfassend wurde deutlich, dass das Land Rheinland-Pfalz durch Stärkung der Rolle der Kommune in der Pflege die Angebotsvielfalt erweitern und damit den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen nach Beratung sowie nach alternativen Wohnformen entsprechen möchte. Dies bedeutet jedoch nicht, dass auf vollstationäre Altenhilfeeinrichtungen verzichtet werden kann, vielmehr soll eine Vielfalt entstehen, die regional angepasst und mit allen Akteuren gemeinsam abgestimmt wird. Auch hinsichtlich der erweiterten Beratungsangebote soll die Kommune nicht in Konkurrenz zu bestehenden Angeboten der ambulanten Dienste treten, welche sich seit Jahrzehnten in der Pflege in Rheinland-Pfalz bewährt haben.

Meike Sandstede / Esther Wingerter