4. Februar 2010

Zehn Ökumenische Sozialstationen in der Pfalz wollen qualifiziertes Fachpersonal für die Altenpflege in ambulanten Einrichtungen gewinnen und ausbilden. Sie haben sich deshalb die Unterstützung des „Servicenetzwerkes Altenpflegeausbildung“, einem Projekt des Bundesministeriums für  Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ins Haus geholt.

„Qualifiziertes Fachkräfte für die professionelle Pflege älterer Menschen zu finden, ist oftmals schwer“, sagt Landespfarrer für Diakonie Gordon Emrich. Ein wichtiger Bestandteil einer voraus denkenden und systematischen Personalentwicklung ist die Ausbildung. Hier setzt das bundesweite Projekt an. Einrichtungen der Altenpflege werden geschult, neue Ausbildungsplätze zu schaffen sowie geeignete Bewerber/-innen zu finden. Denn schon heute fragen Pflege-Experten, mit welchen Fachkräften der zukünftig wachsende Bedarf an professioneller Pflege gedeckt werden soll.

In der Pfalz machen die Ökumenischen Sozialstationen Annweiler-Bad Bergzabern e.V., Bad Dürkheim/ Verbandsgemeinde Freinsheim e.V., Böhl-Iggelheim e.V, Brücken e.V.., Frankenthal e.V., Haßloch-Mittelhaardt e.V., Donnersberg-Ost e.V., Lauterecken-Wolfstein e.V., Rockenhausen/Alsenz-Obermoschel/Winnweiler e.V. und Zweibrücken Stadt e.V. bei dem Pilotprojekt mit. Bereits 18 Ökumenische Sozialstationen bilden Nachwuchskräfte aus. „Die ambulanten Pflegeeinrichtungen sind immer stärker gefordert, selbst Ausbildungsplätze anzubieten“, erklärt Andrea Menn, zuständige Referentin beim Diakonischen Werk Pfalz. „Wir motivieren die Einrichtungen auszubilden und unterstützen sie dabei.“ Angestrebt wird eine Verdoppelung der bisherigen Ausbildungsplätze.

Die Auszubildenden erhalten in den ambulanten Pflegeeinrichtungen eine hochqualifizierte praktische Ausbildung. In der Praxis begleiten so genannte „Praxisanleiter/-innen“ in Absprache mit den Pflegedienstleitungen die Auszubildenden. Schrittweise führen sie diese an die eigenständige Wahrnehmung ihrer beruflichen Aufgaben heran. Am Ende der dreijährigen Ausbildung sollen die Auszubildenden als Mitarbeitende in die Ausbildungs-Einrichtung übernommen werden.

Hinweis: Fachtagung „Planung der Altenpflegeausbildung am Lernort Praxis“, Dienstag 9. Februar, 9.30 bis 14.30 Uhr, Ökumenische Sozialstation Donnersberg – Ost e.V. (Dannenfelserstr. 40 b, 67292 Kirchheimbolanden).

Stichwort: Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung

Das Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung ist ein bundesweit arbeitendes Team von Expertinnen und Experten an verschiedenen Standorten, die ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen in Fragen der Altenpflegeausbildung beraten.

FĂĽr RĂĽckfragen; Andrea Menn, Diakonisches Werk Pfalz, Telefon: 06232 664250, mobil: 0176 11 664 250