10. Februar 2014

„Nach den Kürzungen in der Schwangerenberatung ist dies wieder ein Schritt, der die Schwachen in unserer Gesellschaft belastet“, sagt der Sprecher der Diakonie Rheinland-Pfalz angesichts der Pläne der Landesregierung, künftig die Fördermittel für Kur- und Erholungsmaßnahmen für Mütter und Väter zu streichen. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung zum 1. Januar 2014 sollen die bisherigen Fördermittel in Höhe von insgesamt 102 258 Euro jährlich eingespart werden.

„Anstatt den Rotstift bei denjenigen anzusetzen, die durch die Familienarbeit einen enormen gesellschaftliche Beitrag leisten, wäre es eine sinnvolle Maßnahme die Millionenbeträge aus Steuerrückzahlungen von Steuersündern in die Erholungs- und Kurmaßnahmen für Mütter und Väter zu stecken“, regt Bähr an.

Die Diakonie berät seit vielen Jahren rund 150 Mütter und Väter, die eine Auszeit vom stressigen Alltag brauchen, um wieder Energie zu tanken. Auch welche Kur- oder Erholungsmaßnahme geeignet ist, können die Betroffenen mit den Beratern besprechen. Unterstützung erhalten die Ratsuchenden zudem bei der Antragsstellung bei ihrer Krankenkasse. 

„Die Kur- und Erholungsmaßnahmen sind wichtig für die Gesundheit von Müttern, Vätern und Kindern. Sie helfen, die Betroffenen zu stabilisieren und eröffnen neue Perspektiven“, betont Bähr. Für viele Frauen, Männer und Kinder sind die Kur – und Erholungsmaßnahmen sogar die einzige Möglichkeit, um wieder Energie zu tanken. „Viele Familien sind in ihren finanziellen Möglichkeiten so eingeschränkt, dass sie sich andere Formen der Erholung gar nicht leisten können“, erklärt Bähr.