12. November 2012

„Suchet der Stadt Bestes! Neue Bündnisse für ein lebendiges Gemeinwesen“ lautet der Titel der Denkwerkstatt, zu der die Evangelische Akademie der Pfalz, das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche der Pfalz, die Stadt Landau und die Stadt Kaiserslautern am 16. und 17. November nach Landau einladen. „Wesentliche Faktoren für die Entwicklung des urbanen Sozialraums sind die Kirchen“, sagt Akademiedirektor Christoph Picker. Kaum eine andere Institution erreiche eine vergleichbare flächendeckende Präsenz im Quartier und in der Nachbarschaft. „Kirchengemeinden, Kirchenbezirke, diakonische und karitative Einrichtungen stellen sich darauf ein, dass sie in größere, oft säkulare Zusammenhänge und Sozialräume eingebunden sind“, betont Landespfarrer für Diakonie und Sprecher der Diakonie in Rheinland-Pfalz Albrecht Bähr. Die Kirche lerne, was es bedeute, auch vor Ort als öffentlicher und politischer Akteur zu wirken. „Was liegt näher als der Ausbau einer strategischen Partnerschaft von Kommunen und Kirchen – zugunsten einer menschenfreundlichen Stadt?, fragen Picker und Bähr.


Am Freitag benennt Bähr ab 16.10 Uhr die Herausforderungen für die Kirche in der Bürgergemeinde. Um 16.30 Uhr beleuchtet Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer die Herausforderungen kommunaler Stadtentwicklung. Um 17.30 Uhr geht Professor Bernhard Schäfers von der Universität Karlsruhe der Frage nach: In welchen Städten wollen wir leben? Der Direktor der Arbeits- und Forschungsstelle Kirche und Stadt der Universität Hamburg, Professor Wolfgang Grünberg, denkt ab 19.30 Uhr theologisch über die Frage nach: Kirche in der Stadt – Kirche für die Stadt?


Im Mittelpunkt des Samstagvormittags steht um 9.15 Uhr der Vortrag von Professor Gerhard Wegener, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD: Mutig mittendrin! – Gemeinwesendiakonie und Stadtentwicklung. Ab 10. 45 Uhr erarbeiten die Teilnehmenden in vier Werkstätten Potentiale für die Stadtentwicklung. Am Nachmittag referiert Staatssekretär Jürgen Häfner ab 13.30 Uhr über Entwicklungspartnerschaften für die Soziale Stadtentwicklung. In einer Schlussrunde diskutieren Oberbürgermeister Klaus Weichel aus Kaiserslautern, der stellvertretende Caritasdirektor Bernd Kettern aus Trier und Oberkirchenrat Manfred Sutter aus Speyer darüber, was Kirchen und Kommunen zur Entwicklung einer Kultur der Zusammenarbeit brauchen?  


Hinweis:


Das Projekt „Kirche findet Stadt“ wird in der Nationalen Stadtentwicklungspolitik gefördert. Gute Praxis für die zivilgesellschaftliche Bedeutung von Kirche und deren Beiträge zur sozialen und kulturellen Ausgestaltung der Wohn- und Lebensverhältnisse von Menschen in der Stadt werden miteinander vernetzt. Bundesweit und praxisorientiert werden die Potenziale lokaler Entwicklungspartnerschaften von Kirche, Zivilgesellschaft, Kommune und anderen örtlichen Akteuren aufgezeigt. Die Tagung ist Teil einer Veranstaltungsplattform der Evangelischen und Katholischen Akademien, die das Thema zielgruppenübergreifend öffentlich macht. www.kirche-findet-stadt.de


Veranstaltungshinweis:


Die Tagung „Kirche findet Stadt“ findet am 16. und 17. November im Protestantischen Bildungszentrum Butenschoen-Haus, Luitpoldstraße 8, in Landau statt. Kontakt: Evangelische Akademie der Pfalz, Telefon: +49 63 41 96 85 59-0, info@eapfalz.de. Weitere Informationen finden Sie unter: www.eapfalz.de.