22. Oktober 2012

„Altersarmut muss nachhaltig bekämpft werden“, sagt der pfälzische Landespfarrer für Diakonie und Sprecher der Diakonie Rheinland-Pfalz Albrecht Bähr.


„Die Anzahl der Personen, die im Alter auf eine Grundsicherung angewiesen sind, steigt auch in Rheinland-Pfalz“, betont Bähr. Die Diakonie kämpfe dafür, dass Menschen, die lange Jahre Beiträge gezahlt haben, aber nur eine geringes Einkommen hätten, auch im Alter von ihrer Rente leben könnten. 


Insbesondere Frauen gerieten in Not, die aufgrund von Erziehungs- und Pflegezeiten keine ausreichenden Rentenanwaltschaften aufbauen konnten. „Deshalb fordern wir eine gesetzliche Mindestrente, die Erwerbstätige, Pflegende und Erziehende vor drückender Armut schützt“, erläutert Bähr. Aus der Perspektive der christlichen Ethik müsse alles Handeln und Entscheiden in Gesellschaftspolitik und Wirtschaft an der Frage gemessen werden, inwiefern es die Armen treffe, ihnen nütze und sie zu eigenverantwortlichem Handeln befähige.


„Es ist unsere Pflicht zu verhindern, dass immer mehr Menschen von der Hand in den Mund leben müssen“, erklärt Bähr. Die von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen geplante Zuschussrente habe bereits berechtigte Kritik erfahren. Allerdings passiere nun gar nichts mehr. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um das Schlimmste zu verhindern. Dazu gehört auch eine Arbeitsmarktpolitik, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung fördert und das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit in den Blick nimmt.


Hinweis: Vortrag zum Thema Altersarmut, 23. Oktober 2012, 19.30 Uhr, Bad Kreuznach, Feierraum des Gemeindezentrums Lessingstraße. Weitere Informationen erhalten Sie bei Pfarrerin Elfi Decker-Huppert, Telefon: +49 671 79 49 155, Email: elfi.decker-huppert@ekir.de