27. September 2012

Gruppenbild: Posern, Rautenberg, B√§hr, KunstSpeyer/Mainz (epd). Die Diakonie in Rheinland-Pfalz hat die Landesregierung aufgefordert, die soziale Arbeit im Land finanziell langfristig abzusichern. "Wir brauchen daf√ľr einen Masterplan", sagte der Diakonie-Sprecher Pfarrer Albrecht B√§hr am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Speyer. F√ľr die Refinanzierung der Arbeit der drei diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz bestehe eine gro√üe Planungsunsicherheit, sagte B√§hr, der auch pf√§lzischer Diakoniepfarrer ist, am Rande der Tr√§gerversammlung der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz. Die Mainzer Landesregierung habe das Problem der Unterfinanzierung zwar erkannt, unternehme aber noch nicht wirklich etwas, um das Problem zu l√∂sen.

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, der Speyerer Oberkirchenrat Manfred Sutter, zog eine positive Bilanz der zehnj√§hrigen gemeinsamen Arbeit der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz. Die enge Kooperation der drei evangelischen Wohlfahrtsverb√§nde √ľber Landes- und Kirchengrenzen hinweg sei den Menschen im Land zugutegekommen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit werde auch knapp zwei Jahre nach der Gr√ľndung der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz weiter ausgebaut. Die Diakonie sei mit ihrem Sprecher B√§hr am Sitz der Landesregierung gut vertreten und habe ihren Einfluss auf die rheinland-pf√§lzische Sozialpolitik gest√§rkt, sagte Sutter.

Dr. Moritz Linzbach beim VortragDie Zusammenarbeit mit der Landesregierung sei stets zielorientiert, lobte B√§hr. Die Diakonie sei zuversichtlich, gemeinsam mit dem Land und anderen Partnern der sozialen Arbeit die zuk√ľnftige Finanzierung der Krankenh√§user und der Pflege in den Griff zu bekommen. Eine gro√üe Herausforderung sei es hingegen, das vielf√§ltige Beratungsangebot der Diakonie in den kommenden Jahren aufrecht erhalten zu k√∂nnen. Insgesamt sind bei den drei Diakonischen Werken in Rheinland-Pfalz 25.000 Mitarbeiter besch√§ftigt, 12.000 davon allein bei der pf√§lzischen Diakonie.

Eine Fusion des Diakonischen Werks Pfalz sowie der Diakonischen Werke in Rheinland-Westfalen-Lippe und in Hessen und Nassau stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung, machte Sutter deutlich. Auch Diakoniesprecher B√§hr warnte davor, bei der weiteren Zusammenarbeit der Diakonie im Land den Bogen zu √ľberspannen. Landeskirchliche Grenzen sowie unterschiedliche Landesgesetze und Mentalit√§ten in den Kirchen und in den diakonischen Strukturen st√ľnden der Fusion zu einem gro√üen, gemeinsamen Werk im Wege. Erfolgversprechend seien hingegen die auf das Bundesland Hessen beschr√§nkten Fusionspl√§ne der Diakonie in Hessen und Nassau und Kurhessen-Waldeck f√ľr das kommende Jahr.

Bericht der Arbeitsgemeinschaft Diakonie in Rheinland-Pfalz