5. Mai 2010
Gemeinsam Inklusion verwirklichen – jetzt!

Auf dem Europäischen Protesttag in der Mainzer Staatskanzlei fordern rund 450 Teilnehmende die schnelle Umsetzung der UN-Konvention. Unter dem Motto „Auf in die Mitte – Teilhabe jetzt!“ stellen die Diakonische Behindertenhilfe und Psychiatrie Rheinland-Pfalz und der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz Ottmar Miles-Paul die Rechte von Menschen mit Behinderungen in den Mittelpunkt. Menschen mit Behinderungen aus rheinland-pfälzischen  Mitgliedseinrichtungen der Diakonie setzen sich mit Aktionen für mehr Selbstbestimmung und Teilhabe ein.


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9. Februar 2010
„Urteil ist ein Triumph für das Recht der Schwachen": Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Existenzminimum

„Ich begrüße das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Das Urteil ist ein Triumph für das Recht der Schwachen. Das Existenzminimum beim Kinderregelsatz muss neu definiert und die Kinderregelsätze müssen angehoben werden. Beides ist längst überfällig, der jahrelange Widerstand der Nationalen Armutskonferenz hat sich gelohnt“, kommentierte der Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (NAK), Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, das heute in Karlsruhe ergangene Urteil.

„Die bisherigen Kinderregelsätze reichen nicht, um auch nur ein Mindestmaß dessen zu sichern, was ein Kind zum menschenwürdigen Leben braucht“, so Gern. Die NAK habe immer darauf hingewiesen, dass die Hartz IV-Reformen besonders Kinder ausgrenzen. Insgesamt leben drei Millionen Kinder in Armut.

„Kinderarmut bedeutet: keinen Platz haben zum Hausaufgabenmachen oder Spielen, schlecht ernährt und häufiger krank sein, weniger Hilfen bei schulischen Problemen haben. Es bedeutet häufiger Schulabbrüche, geringe Chancen im Berufsleben – und vor allem: früh erfahren, dass man nicht mithalten kann“, schilderte NAK-Sprecher Gern, der auch Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau ist.


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4. Februar 2010
Ă–kumenische Sozialstationen werden als Ausbildungsbetriebe geschult

Zehn Ökumenische Sozialstationen in der Pfalz wollen qualifiziertes Fachpersonal für die Altenpflege in ambulanten Einrichtungen gewinnen und ausbilden. Sie haben sich deshalb die Unterstützung des „Servicenetzwerkes Altenpflegeausbildung“, einem Projekt des Bundesministeriums für  Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ins Haus geholt.

„Qualifiziertes Fachkräfte für die professionelle Pflege älterer Menschen zu finden, ist oftmals schwer“, sagt Landespfarrer für Diakonie Gordon Emrich. Ein wichtiger Bestandteil einer voraus denkenden und systematischen Personalentwicklung ist die Ausbildung. Hier setzt das bundesweite Projekt an. Einrichtungen der Altenpflege werden geschult, neue Ausbildungsplätze zu schaffen sowie geeignete Bewerber/-innen zu finden. Denn schon heute fragen Pflege-Experten, mit welchen Fachkräften der zukünftig wachsende Bedarf an professioneller Pflege gedeckt werden soll.


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25. Januar 2010
Diakonie: Trägerkonferenz fordert Solidarität mit Armen und Benachteiligten in Rheinland-Pfalz

Die Trägerkonferenz der diakonischen Einrichtungen im Land Rheinland-Pfalz tagte heute in Speyer. Unter der Fragestellung: Was ist uns die soziale Arbeit in Rheinland-Pfalz wert? diskutierten rund 120 Teilnehmende mit Politikern über die Zukunft des Sozialstaates.


Die Diakonie in Rheinland-Pfalz blickt mit Sorge in die Zukunft. Angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch in Rheinland-Pfalz immer stärker spürbar ist, wird der weitere Abbau des Sozialstaates auf Kosten der Armen und Schwachen in der Bevölkerung befürchtet. Der Sprecher der Diakonie in Rheinland-Pfalz, der pfälzische Oberkirchenrat Manfred Sutter, bat den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, die soziale Verantwortung des Landes auch zukünftig aufrecht zu erhalten. „Als Spitzenverband versteht sich die Diakonie in Rheinland-Pfalz als sozialpolitischer Anwalt für die Armen und Benachteiligten im Land“, unterstrich Sutter.


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25. Januar 2010
Ministerpräsident Kurt Beck bei der Trägerversammlung der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz:: "Wir brauchen einen starken Sozialstaat"

„Soziale Sicherheit ist ein wesentliches Fundament für die Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft. Sie schafft die notwendigen materiellen Voraussetzungen für die Zukunfts- und Lebenschancen aller“, so der Ministerpräsident. Die Wohlfahrtsverbände spielten bei der Ausgestaltung des sozialen Lebens eine wichtige Rolle. Deshalb nutzte Ministerpräsident Beck die Gelegenheit, um den rund 25.000 hauptamtlichen und 15.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Diakonie seinen Dank und seine Anerkennung zu übermitteln.

Viele hätten ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise Rheinland-Pfalz nicht ganz so schlimm getroffen habe wie zunächst befürchtet. „Kein anderes Land hat das Konjunkturpaket II so effektiv und effizient umgesetzt wie wir. Die Mittel wurden vor allem für Investitionen in Bildung und Gesundheit genutzt“, sagte Beck. So seien beispielsweise 82,5 Millionen Euro im Sonderprogramm Krankenhäuser investiert worden, wodurch viele wichtige und für später geplante Maßnahmen vorgezogen werden konnten.


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