21. November 2011

Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Sozialhilfe, Kindergeld und auch eine gesetzliche Rente konnten bislang trotz laufender Pfändung innerhalb von 14 Tagen nach Eingang auf dem gepfändeten Konto abgehoben werden. Dies gilt ab 01. Januar 2012 wegen einer Gesetzesänderung nicht mehr. Ein Schutz ist nur noch durch ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) möglich.

Über das P-Konto erhalten die Klienten im Falle einer Pfändung Pfändungsschutz. Jede/r Kontoinhaber/In kann bei seiner Bank oder Sparkasse sein bestehendes Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen. Jede Person darf allerdings nur ein Konto als P-Konto führen, auch ist ein Gemeinschaftskonto nicht möglich. Über das geschützte Kontoguthaben kann dann auch bei einer Pfändung verfügt werden, z.B. auch durch Überweisungen und Lastschriften. Auf die Art der Einkünfte (Arbeitslohn, Sozialleistungen, Steuererstattung usw.) und auf den Zeitpunkt des Zahlungseingangs kommt es nicht an. Grundfreibetrag Wird das P-Konto gepfändet, so greift ein automatischer Pfändungsschutz in Höhe eines Grundfreibetrages von derzeit 1028,89 Euro je Kalendermonat. Die Auszahlung des Pfändungsfreibetrages auf dem P-Konto setzt natürlich ein entsprechendes Guthaben voraus.  

Informationsblatt zu den wichtigsten Änderungen (pdf)