Esther Wingerter‚Ä®
Gesch√§ftsf√ľhrerin‚Ä®
Große Bleiche 47      
 55116 Mainz
Telefon: 06131 32741-15                 
Telefax: 06131 32741-99
esther.wingerter@evkirchen-diakonie-rlp.de
 
 

 

Unterausschuss Beko-Stellen‚Ä®
Gesch√§ftsf√ľhrung: Diakonie Hessen
Dagmar Jung
dagmar.jung@diakonie-hessen.de

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was wird in Sozialstationen getan?

Die Diakonie-/Sozialstationen der Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz versorgen mit ihren ambulanten Pflegediensten hilfebed√ľrftige Menschen aller Altersgruppen medizinisch und pflegerisch in der vertrauten h√§uslichen Umgebung.¬† Mit¬† qualifizierten Fachkr√§ften leisten sie Grund- und Behandlungspflege, k√ľmmern sich um die hauswirtschaftliche Versorgung und¬† beraten umfassend zu s√§mtlichen Fragen rund um das Thema Pflege.

Die ambulante Pflege ist eine der tragenden S√§ulen des Gesundheitswesens unserer Zeit. Derzeit leben √ľber eine Million B√ľrgerinnen und B√ľrger, die √§lter als 60 Jahre sind. In Rheinland-Pfalz wird ihr Anteil an der Gesamtbev√∂lkerung von derzeit rund 25 Prozent auf etwa 33 Prozent im Jahr 2030 ansteigen.

Etwa 70 Prozent aller pflegebed√ľrftigen Menschen wird zu Hause gepflegt. Diesem Wunsch entsprechend, sind ¬†67 Sozialstationen mit Pflegekr√§ften auf √ľber 2.000 ¬†Vollzeitstellen unter dem Dach der Diakonie in Rheinland-Pfalz im Einsatz. An sieben Tagen in der Woche sind die Pflegefachkr√§fte der Sozialstationen rund-um-die-Uhr erreichbar. Neben der sachkundigen Pflege alter, kranker und behinderter Menschen finden in den Sozialstationen Pflegekurse oder individuelle Schulungen von pflegenden Angeh√∂rigen in der h√§uslichen Umgebung statt. Au√üerdem erfahren pflegende Angeh√∂rige Entlastung im Rahmen der Verhinderungspflege. Auch Beratungseins√§tze nach ¬ß 37.3 SGB XI und Informationen zur Finanzierung der Pflege oder √ľber pflegerische Hilfsmittel k√∂nnen abgerufen werden. Durch Einbeziehung geschulter ehrenamtlich engagierter Hilfskr√§fte k√∂nnen in vielen Einrichtungen niedrigschwellige Betreuungsleistungen bzw. Tagesbetreuung f√ľr demenziell Erkrankte angeboten werden.

Wie sind die Sozialstationen in Rheinland-Pfalz verbandlich strukturiert?

Die Tr√§ger von Einrichtungen der ambulanten Pflege aus dem Gebiet des Diakonischen Werkes der Evangelische Kirche im Rheinland und¬† der Diakonie Hessen, die ihren Sitz in Rheinland-Pfalz haben, sowie die Diakonischen Werke in Rheinland-Pfalz haben sich zu der diakonischen Arbeitsgemeinschaft Sozialstationen zusammen geschlossen. Aufgrund der Tr√§gerstruktur der Arbeitsgemeinschaft f√ľr die √Ėkumenischen Sozialstationen in der Pfalz geh√∂ren die durch das Diakonische Werk der Pfalz entsandten Tr√§gervertreter der Arbeitsgemeinschaft mit Rede- und Stimmrecht an. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus je zwei Tr√§gervertretern der drei diakonischen Werke und je einer Referentin zusammen. Den Vorsitz hat derzeit Frau Sabine Pfirrmann von der √Ėkumenischen Sozialstation Ludwigshafen am Rhein e.V. inne.

In der Arbeitsgemeinschaft werden die Interessen der diakonischen ambulanten Pflegeeinrichtungen geb√ľndelt und auf Landesebene in politischen Gremien und der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz vertreten.

Die Beratung der Tr√§ger von Diakonie-/Sozialstationen in Rheinland-Pfalz erfolgt √ľber den jeweiligen Spitzenverband. F√ľr Qualit√§tsstandards in der Pflege, Fach- und Finanzierungsfragen, Fortbildungsveranstaltungen f√ľr Leitungskr√§fte sowie Begleitung bei neuen Projekten stehen Referenten und Referentinnen zur Verf√ľgung.

Was beschäftigt die ambulante Pflege aktuell?

Das √Ąlterwerden unserer Gesellschaft, aber auch der soziale Wandel und ver√§nderte Familienstrukturen, werden die Pflege k√ľnftig vor neue Herausforderungen stellen.¬†Der Mangel an qualifizierten Pflegefachkr√§ften in der Altenpflege ist bereits jetzt in einzelnen Regionen deutlich sp√ľrbar. Nach einer wissenschaftlichen Erhebung im Auftrag des Ministeriums f√ľr Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie des Landes Rheinland-Pfalz wird sich diese Entwicklung bis zum Jahr 2020 weiter zuspitzen. Insbesondere f√ľr die ambulante Pflege kann bereits jetzt zuverl√§ssig ein gravierender Personalmangel, in erster Linie begr√ľndet durch altersbedingten Ersatzbedarf, prognostiziert werden.

Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialstationen stellt sich den Herausforderungen am Pflegemarkt:

  • Die Zahl der Ausbildungsstellen soll erweitert und die Arbeitspl√§tze in der Pflege einer kritischen Pr√ľfung unterzogen werden.
  • Zusammen mit den anderen Verb√§nden in der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz f√ľhren wir Vertrags- und Verg√ľtungsverhandlungen f√ľr unsere Sozialstationen.
  • Wir unterst√ľtzen die ambulanten Dienste bei der Einf√ľhrung eines effizienten Dokumenationssystems, um B√ľrokratie in der Pflege abzubauen und mehr Zeit f√ľr unsere Patienten zu haben.
  • Wir machen uns auf Landesebene stark f√ľr die Zukunft der Pflegest√ľtzpunkte und die Arbeitspl√§tze unserer Fachkr√§fte der Beratung und Koordinierung.
  • Mit dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft f√ľr station√§re und teilstation√§re Altenhilfeeinrichtungen diskutieren wir mit Sozialministerin Sabine B√§tzing-Lichtent√§ler die m√∂glichen Auswirkungen politischer Ma√ünahmen..
  • Wir optimieren die Zusammenarbeit kirchlicher Gremien durch regelm√§√üigen Austausch mit den Kollegen der Caritas AG f√ľr Sozialstationen in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
  • Mit dem Bundesverband Diakonie Deutschland arbeiten wir zusammen, wenn es um Stellungnahmen zu neuen Sozialgesetzen geht.